25 November 2019

Rezension zu: Königsfeuer

𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘 | ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟𝕤𝕖𝕩𝕖𝕞𝕡𝕝𝕒𝕣 | 𝟝 𝕃𝕚𝕝𝕚𝕖𝕟 
  Königsfeuer | Jörg Benne | 270 Seiten | ebook im Selfpublish | Print im Machandel Verlag
𝓚𝓵𝓪𝓹𝓹𝓮𝓷𝓽𝓮𝔁𝓽  Der Eroberungszug des Königs von Meshacia ist ins Stocken geraten. Königsfeuer, eine neue alchemische Waffe, soll die Wende bringen. Doch bei deren Einsatz kommt es zu einem verheerenden Unfall, der Teile von Armee und Adel gegen den König aufbringt. Ausgerechnet in diesen chaotischen Zeiten versucht der Dieb Ferron sich ein neues Leben aufzubauen. Er reist in die Hauptstadt, um sich mit seiner Schwester zu versöhnen, die in Kürze den Kronprinzen heiraten will. Während der Feierlichkeiten bricht jedoch eine Revolte gegen den König los. Ferron verstrickt sich in einem Geflecht aus Machtgier, Intrigen und Rachedurst. Und er ist nicht der Einzige, der entscheiden muss, auf welcher Seite er steht. 

𝓜𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓜𝓮𝓲𝓷𝓾𝓷𝓰
Mit "Königsfeuer" entführte mich Autor Jörg Benne in die Welt von Nuareth. Schon mehrere seiner Bücher spielen dort, trotzdem lässt sich "Königsfeuer" unabhängig davon lesen. Ich selbst kenne die anderen Bücher von Jörg Benne nicht. Daher war mir die Welt und das Magiesystem unbekannt. Letzteres hätte mich zwar interessiert, weil ich allgemein Magie liebe, aber für den Plot dieser Geschichte hier, war die Magie gar nicht so ausschlaggebend. Denn der König interessiert sich mehr für die Alchemie und entfacht mit seinem Königsfeuer ein ganz anderes Feuer in den Herzen seines Volkes bzw. in einigen seiner Untertanen, die besondere Positionen in seinem Reich inne haben.

Als Leser begleiten wir nämlich nicht nur den Dieb Ferron, sondern auch Gardisten und eine junge Frau, die auf Rache sinnt. Alle gehen ihren Plänen nach. Nicht wissend, dass sie sich gegenseitig in die Quere kommen könnten. Wir Leser hingegen können schnell erahnen, dass die ganzen Intrigen zu einem großen Chaos führen können. Und ich liebe nicht nur Magie, sondern auch Intrigen und hatte wirklich meinen Spaß mit denen hier im Buch.

Der Plot ist sehr eng geschrieben. Keine großartigen Ausflüge in irgendwelche Nebengeschichten, sondern wir nähern uns konsequent dem großen Showdown. Nur um die Beweggründe der handelnden Personen zu verstehen, genehmigt sich der Autor Ausflüge in die Vergangenheit der Personen. Für mich ist nämlich einer der Schwerpunkte der Geschichte, der innere Konflikt der Personen. Moral trifft auf Rache, Treue auf Gerechtigkeit, Wahnsinn auf Verstand. In genügend Situationen müssen sich unsere Protagonisten fragen, ob sie ihren eingeschlagenden Weg so fortsetzen wollen. Insbesondere wenn sie aufeinander treffen, wurde es für mich spannend. Denn sie verfolgen nicht unbedingt dieselben Ziele und im Laufe des Lesens erkannte ich, dass Jörg Benne zu den Autoren gehört, die für die Geschichte auch ihre Charaktere sterben lassen. So etwas erhöht einfach immer den Spannungsbogen, da ein Überleben nie sicher sein wird.

Ich kam allerdings nicht umhin, beim Lesen an Game of Thrones zu denken. Nicht nur wegen dem Königsfeuer, sondern auch wegen anderen Entwicklungen. Allerdings ist dieser Vergleich nicht negativ zu sehen. Ich fand es eher interessant kleinere Parallelen zu entdecken und doch eine völlig andere Geschichte zu haben. 

"Königsfeuer" konnte mich begeistern. Ein wendungsreicher Plot, interessante Charaktere und die ständige Frage, wo das nächste Problem lauert, haben mir ein paar schöne Lesestunden geschenkt.

𝓟𝓵𝓸𝓽 🌸🌸🌸🌸
𝓒𝓱𝓪𝓻𝓪𝓴𝓽𝓮𝓻𝓮 🌸🌸🌸🌸
𝓢𝓹𝓪𝓷𝓷𝓾𝓷𝓰 🌸🌸🌸🌸🌸
𝓛𝓮𝓼𝓮𝓿𝓮𝓻𝓰𝓷𝓾̈𝓰𝓮𝓷 🌸🌸🌸🌸🌸
𝓢𝓬𝓱𝓻𝓮𝓲𝓫𝓼𝓽𝓲𝓵 🌸🌸🌸🌸🌸

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