17 Juli 2019

Rezension zu: Schöner wohnen mit Dämonen 1 - Aimée und Cyrus

𝟚 𝕃𝕚𝕝𝕚𝕖𝕟
Auf dieses Buch von Evelyn Boyd bin ich aus purem Zufall gestoßen. Allein der Titel "Schöner wohnen mit Dämonen" hat dafür gesorgt, dass ich drauf geklickt habe, um mir den Klappentext durchzulesen. Das Cover gefällt mir nämlich überhaupt nicht. Aber der Titel klang lustig und auch der Klappentext hat mich angesprochen.
Inhalt: Aimée hat Pech auf der ganzen Linie. Seit ihr Vater verstorben ist und ihr älterer Bruder Nathan die Leitung seiner Firma übernommen hat, ist ihr bisher behütetes Leben zur Hölle geworden. Als sie sich auch noch mit seinem neuen Geschäftspartner verloben soll, flieht sie Hals über Kopf nach London. Ihre letzte Chance: Unterschlupf in einer WG am Prince's Square. Doch vom ersten Moment an geschehen dort seltsame Dinge. Wer sind ihre neuen Mitbewohner wirklich? Warum fällt Chris ständig in Trance, weshalb laufen Jeremy immer streunende Katzen nach und wieso versucht George plötzlich Pfeile auf Aimée zu schießen? Diese Fragen beschäftigen Aimée fast so sehr, wie die, warum ihr Herz beim Blick in die goldbraunen Augen des charmanten Cyrus so unvernünftig laut schlägt. Während Aimée noch versucht, Antworten zu finden, hat ihr Bruder Nathan schon längst ihre Spur aufgenommen … 

Klingt das nicht gut? Ich war so gespannt auf Aimée und ihren Bruder, auf die Jungs in der WG und wollte gemeinsam mit ihr hinter das Geheimnis kommen, welche die Jungs vor ihr haben. Klar, das größte wusste ich schon durch den Titel, aber die Kleinigkeiten sind natürlich auch sehr interessant. 
Da war ich dann doch sehr überrascht, dass ich Aimée schon auf der Flucht kennenlernte. Aber trotzdem gefiel mit der Anfang. Die Art und Weise wie Aimée zur WG gelangt, machte mich schon neugierig. Und die erste Begegnung mit den Jungs war super. Da war Energie und Leben und ich mochte die Kabbeleien zwischen ihnen.

Ab dem Zeitpunkt ging dann allerdings alles sehr schnell. Die Dämonenwelt wird nur angekratzt und nicht mal die Dämonenarten, die in der WG vertreten sind, werden ausreichend erklärt. Es wird nur an der Oberfläche gekratzt. Auch die Fragen, die sich im Aimée im Klappentext stellt, sind entweder in einem Satz beantwortet oder tauchen in der Handlung gar nicht auf. Ich dachte, dass das stärker ausgebaut wird. Auch gab es manche Szenen, wo ich nicht verstanden habe, warum die Leute so reagiert haben wie sie reagierten.

Die Handlungsidee fand ich super, aber ich hätte mir gewünscht, dass das alles tiefer ausgebaut wird. Mehr Zeit für Aimée herauszufinden, was die Jungs ihr verheimlichen. Die Liebesgeschichte war auch für mich total unglaubwürdig. Sie ging viel zu schnell. Ich habe da als Leserin überhaupt nichts zwischen den beiden gespürt. Und das störte mich am meisten an der ganzen Geschichte.

Die Charaktere sind auch toll angelegt. Ich fand sie alle ganz schnell sympathisch, aber ich lernte sie nicht wirklich kennen. Eben weil die Handlung so rast und wenig Raum zum Kennenlernen vorhanden war.

Zusammengefasst ein super Einstieg in die Geschichte und immer wieder merkte ich die tollen Ideen, aber sie wurden für meinen Geschmack zu oberflächlich ausgebaut. Dadurch ging auch die Spannung etwas verloren. Eben weil ich nicht so eine starke Bindung zu den beiden Protagonisten aufbauen konnte, um wirklich mit ihnen mitzufiebern. Ich werde mir den zweiten Band trotzdem noch ansehen. Zum einen weil ich Jeremy als Charakter interessant fand und ich hoffe, dass der zweite Band mehr Tiefe enthält.



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