15 Juli 2019

Rezension: Das Labyrinth des Fauns

𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘 | ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟𝕤𝕖𝕩𝕖𝕞𝕡𝕝𝕒𝕣 | 𝟜 𝕃𝕚𝕝𝕚𝕖𝕟
Ich bin ein Fan von "Pans Labyrinth" und war daher sehr gespannt auf das Buch. Cornelia Funke hält sich sehr stark an die Handlung des Films. Und ergänzt diese durch kleinere Hintergrundgeschichten, die ich sehr schön fand. Die Filmverbuchung erscheint bei Fischer Sauerländer und umfasst circa 320 Seiten.

Ofelias Geschichte spielt im Jahre 1944. Sie zieht mit ihrer hochschwangeren Mutter in eine verlassene Gegend mitten im Wald, wo ihr Stiefvater stationiert ist. Dieser jagt Widerstandskämpfer und ist mehr als grausam. Ofelia trifft auf einen Pan, der sie als wiedergeborene Prinzessin eines unterirdischen Reiches erkennt und ihr drei Prüfungen auferlegt. Besteht sie diese, kann sie zurückkehren. Doch die Prüfungen sind alles andere als leicht und letzten Endes muss sich jeder Leser fragen, ob Ofelias "Abenteuer" real sind oder allein ihrer Fantasie entspringen.

Der Film ist sehr düster und grausam und beim Lesen hatte ich auch immer die entsprechenden Szenen aus dem Film im Kopf. Ich fand das der wunderschöne Schreibstil von Frau Funke die Magie im Buch unterstützt hat. Selbst die grausamen oder leicht ekligen Szenen kommen richtig zur Geltung. Das muss man mögen. Ehrlich gesagt, hatte es mich gewundert, dass das Cover so verspielt aussieht und auch im Klappentext nirgendswo darauf hingewiesen wird, dass dies kein Buch für Kinder ist. Ich verbinde Cornelia Funke einfach mit Kinder- und Jugendliteratur und hätte ich den Namen Guillermo del Toro und dessen Film nicht gekannt, hätte ich wohl nicht gewusst, was "Das Labyrinth des Fauns" für mich bereit hält.

Die Kurzgeschichten, die die Autorin hier hinzugefügt hat, würde ich als düstere Sagen beschreiben und man kann sie alle mit der Gegenwart verbinden. Auch wenn nirgendswo steht, dass diese Verbindung wirklich gegeben ist. Aber das passt zur Geschichte. Denn auch ob Ofelia alles wirklich erlebt oder sich nur in diese fantastische Welt flüchtet, ist am Ende offen.

Letztens Ende finde ich das Cornelia Funke den Film wunderschön umgesetzt hat, aber ich bevorzuge den Film weiterhin. Ich finde, da ist einfach alles durch die bildhafte Darstellung "greifbarer" und berührt mich mehr.


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