16 November 2018

Shark-Blogtour: Interview mit Sven

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Sven ist eine der Personen, denen wir Leser im ersten Band „Tanz der Ikonen“ noch nicht begegnet sind. Er ist ein guter Freund von Julian und wir treffen ihn zum ersten Mail auf Julians Geburtstagsfeier. Ich persönlich finde ja, dass ich viel zu wenig über Julians Freunde und Familie erfahre, daher versuche ich doch mal über Sven ein bisschen Hintergrundwissen für uns in Erfahrung zu bringen.

Sven, wer bist du überhaupt und wie hast du Julian kennengelernt?

Ich bin ein Studienkollege von Julian. Warte, so ganz stimmt das nicht, denn als wir uns kennenlernten, hat er schon an seiner Dissertation geschrieben, und ich hänge noch im Masterstudium fest, obwohl wir gleich alt sind. Er ist eben wahnsinnig schnell, aber das ist er in allem. Außerdem studierte er davor auf Diplom und ich auf Lehramt. Wir haben uns in der Germanistik-Bibliothek kennengelernt. Meine Kopierkarte war aus, und er hat mir seine gegeben, damit ich sie nicht für ein paar Kopien aufladen muss.

Welche Eigenschaften machen dich zu einem guten Freund?

Mit mir kann man Spaß haben und das Leben genießen. Wie sagt ihr auf Deutsch? Ich bin ein Kumpel zum Pferdestehlen. Aber noch wichtiger ist, dass ich loyal bin und für meine Freunde da, wenn sie mich brauchen. Schönwetterfreunde findet man locker, überhaupt wenn man Julians Temperament hat. Aber mich kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen. Okay, sehr gute Freunde können das, für jeden springe ich auch wieder nicht. Aber Julian verdient das. Und ich stelle mich vor ihn, weil er nämlich viel zu gutmütig ist.

Zur Zeit, in der der erste Band spielt, warst du in Stockholm und wusstest bis zur Geburtstagsfeier gar nicht, dass sich Julian von Walter getrennt hat. Warst du enttäuscht, dass dir niemand davon erzählt hat?

Ich war ja noch nicht lange wieder in Wien und habe Julian noch gar nicht gesehen. Er hat mich angerufen, ob ich am Montag für seine Feier Zeit habe, und da wollten wir dann auch ausgiebig reden. Er hätte es mir sicher erzählt. Hat er ja auch.

Wie würdest du die anderen aus Julians Freundeskreis beschreiben? Gibt es irgendwas, was wir Leser unbedingt über Nicole, Daniel, Tobias, Mike oder Theo erfahren müssen? Ich denke, im Laufe der Zeit werden wir ihnen sicherlich noch das ein oder andere Mal in einem Buch begegnen.

Nicole, Daniel und Tobias haben mit ihm studiert. Nicole und Daniel hatten eine Fächerkombi mit Publizistik, weil sie Journalisten werden wollten. Jetzt macht Daniel ein Volontariat bei der linken Stadtzeitung, und Nicole schreibt für eine Boulevardzeitung. Stell dir die 'Bild' auf Österreichisch vor, dann hast du es in etwa. Ich glaube, Julian lernte die beiden durch eine Gruppenarbeit in einem Seminar kennen und Nicole und Daniel waren zu dem Zeitpunkt schon ein Paar. Tobias kennt er aus dem Doktorandenseminar. Tobias ist der Intellektuelle in unserer Truppe, er schreibt gerade an seiner Habilitation und hat eine Assistentenstelle an der Uni ergattert. Ob das mit Astrid hält, kann man noch nicht sagen. Einen Pluspunkt hat sie, sie himmelt ihn an. Und Tobias braucht Angehimmeltwerden wie die Luft zum Atmen.

Mike und Theo hat Julian im Fitnessstudio aufgegabelt. Ich weiß gar nicht, was die beruflich machen, irgendwas in einer Bank, bilde ich mir ein, ich kann mich aber auch täuschen. Über die Arbeit reden sie wenig, sondern meistens über Sport, und das ist nicht gerade mein Lieblingsthema. Aber sie sind lustig, vor allem, wenn sie über Muskelprotze herziehen oder so richtige Tussis, und sie haben einen guten Schmäh. Die haben schon beide was im Kopf und ich glaube, genau das gefällt Julian auch an ihnen. Sylvie und Jürgen waren neu in der Gruppe. Sylvie ist Julians Arbeitskollegin und Jürgen ihre brandneue Flamme.

Euer Freund Tobias meint, dass Walter nie richtig zu Julian gepasst hat. Wie müsste deiner Meinung nach der perfekte Mann für Julian sein?

Walter war schon in Ordnung, nur eben nicht für Julian. Ständig lag er ihm mit seinen Minderwertigkeitskomplexen in den Ohren, und das packte Julian gar nicht. Julian kann es nicht ausstehen, wenn er seinem Lover alle halben Tage versichern muss, dass er in Ordnung ist. Er will Männer, die das wissen. Der perfekte Mann für ihn muss auf jeden Fall selbstbewusst und gebildet sein und Ausstrahlung haben. Attraktiv muss er auch sein, Julian fährt voll auf das Aussehen ab, am besten schlank und dunkelhaarig. Leider. Lifestyle muss er mögen, und er muss sich für etwas begeistern können und gemeinsam mit Julian die Welt retten. Julian ist so voll Energie, das muss man mal aushalten können. Eine kleine Dramaqueen ist er auch, er braucht also jemanden, der ihm Stabilität bieten kann. Das konnte Walter, aber der war zu bieder. Und Sex. Julian will es aufregend im Bett, das hat er mir immer wieder gesagt, und auch dass es da mit Walter gar nicht gut lief.

Dass sich Julians neuer Freund nicht outen will und daher auch dich, die anderen Freunde und die Familie von Julian nicht kennenlernen will, scheint auf der Geburtstagsfeier ja nicht gut aufgenommen worden zu sein. Alle waren empört und ich hatte auch den Eindruck, dass niemand an den Gründen des NichtOutens Interesse hatte, sondern gleich von Julian verlangt wurde, dass er sich besser trennen sollte. Findest du im Nachhinein deine und die Reaktion der anderen richtig?

Ja, ich stehe nach wie vor dazu. Julian ist für eine heimliche Affäre nicht geschaffen, dazu ist er viel zu ehrlich und zu extrovertiert. Und er verdient es auch nicht. Er ist klug, sieht gut aus, ist lustig und will, dass es allen gut geht. Nach einem Freund wie ihm schleckt sich jeder normale Mensch alle zehn Finger ab. Den hält man doch nicht unter Verschluss!

Bist du eigentlich selbst an Julian interessiert oder flirtest du nur rein spaßeshalber?

Ich mache einen Spaß daraus, weil er mich nie nehmen würde, aber verliebt bin ich trotzdem in ihn. Ich bin leider nicht sein Typ, und das nicht nur, weil ich ein paar Kilos zu viel habe. Mehr als sein bester Freund kann ich nie werden.

Ohne zu viel zu verraten, wie würdest du Julians Beziehung zu seiner Familie beschreiben? Was liebt er am meisten an ihnen, was nervt ihn total?

Er hält große Stücke auf seine Mutter. Sie hat ihn alleine großgezogen, nachdem sein Vater sich eine Jüngere genommen hat, und sie haben ein sehr gutes Verhältnis. Auch dass sie ihn studieren ließ, rechnet er ihr hoch an. Die Beziehung zu seinem Vater ist schwierig. Sie mögen sich schon, aber sein Vater ist von Schwulen nicht gerade angetan. Er sagt zwar, dass Julian die große Ausnahme ist, aber das klingt doch bescheuert. Julian ist ein Einzelkind und weil er und seine Mutter sonst immer allein wären, machen sie zusammen mit seiner Tante und seiner Cousine auf Großfamilie. Und diese Großfamilie nervt ihn. Er sagt, er ist dort ein gerade mal so akzeptiertes Alien, aber richtig anfangen können sie mit ihm wenig. Ich glaube, er ist ihnen zu gescheit.

Vielen lieben Dank Sven, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Ich hoffe, ich lese von dir im nächsten Band wieder etwas.

Das hoffe ich auch. War nett mit dir!

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