07 November 2018

Rezension zu: Das Geheimnis der Zuckerbäckerin


Werbung | Rezensionsexemplar
"Das Geheimnis der Zuckerbäckerin" von Birgit Jasmund ist im Aufbau Verlag erschienen und entführt uns Leser auf 384 Seiten ins Jahr 1730 zum Großen Campement. Doch zuerst lernen wir die Magd Christina kennen, die ihre Anstellung verliert, weil sie sich einmal zu oft beim nächtlichen Backen erwischen lassen hat. Der Zufall beschert ihr eine Begegnung mit dem Adeligen Emilius, der in ihr genau die richtige Person zu erkennen meint, mit der er eine Wette gewinnen könnte. Christina lässt sich auf die Wette ein, doch aus dem anfänglichen Spaß wird bald bitterer Ernst, denn nicht nur eine erblühende Liebe leidet unter der Lüge, sondern auch nicht alle Adeligen sind Christina wohlgesonnen.

Als ich dieses Buch und den dazugehörigen Klappentext bei Netgalley entdeckt hatte, wollte ich es unbedingt lesen und der Aufbau Verlag war so freundlich mir ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen. Ich bin dann auch direkt in Christinas Geschichte eingetaucht und war ganz begeistert von ihr und ihren heimlichen Wünschen. Sie lebt für ihren Traum und ist bereit Risiken einzugehen, um selbst Bäckerin zu werden. Christinas Geschichte und die meisten der auftauchenden Adeligen sind frei erfunden, aber das Große Campement ist ein reales Ereignis gewesen und die Autorin versichert in ihrem Nachwort, dass sie beim Großen Campement und auch bei der Darstellung der beiden Könige den überlieferten Fakten gefolgt ist. Ehrlich gesagt muss ich sagen, dass genau diese Abschnitte kein großes Interesse bei mir wecken konnten. Mich haben die Manöver einfach nicht interessiert, aber gleichzeitig fand ich es schön wie die Geschichte in reale Ereignisse eingebaut wurde. Der Schreib- und Erzählstil ist wunderbar. Es passte beides zusammen und ich konnte mir die Orte und die Personen super gut vorstellen. 

Die Darstellung der Personen fand ich sehr gelungen. Christina und ihre Handlungsweisen wirkten auf mich sehr authentisch. Bei den Nebendarstellern gab es Personen, die ich sehr gut und andere, die ich wiederum überhaupt nicht leiden konnte. Vor allem Emilius hätte ich gerne mal meine Meinung gesagt, aber ich glaube, seine Mutter ist darin sehr gut. Das Ende des Buches ist toll und ich hätte gerne Emilius Gesichtsausdruck gesehen, als eine gewisse Entscheidung getroffen wurde. Allerdings gab es auch eine Sache, wo mir die Hintergründe nicht ganz so klar waren und ich so am Ende nicht völlig ratlos zurückblieb, mir aber doch eine genauere Erklärung der Gründe für eine geschehene Tat gewünscht hätte. Allgemein wirkte der Schluss im Vergleich zum Rest des Buches, wo vieles sehr ausführlich beschrieben wurde, etwas gehetzt. Alles würden die Seiten ausgehen und es bliebe nur noch Platz für das allernötigste. 


 

 

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