20 August 2018

Rezension zu: Kenna


"Kenna" ist der zweite Band der Reihe Schmachten & Schlachten, welchen ich von der Autorin Tanja Rast als Rezensionsexemplar erhalten habe. Die Bücher sind unabhängig voneinander lesbar und enthalten abgeschlossene Abenteuer. Es ist als Selfpublish erschienen und umfasst 438 (print) Seiten. Das Buch bekommt von mir 4 Lilien.

"Kenna" handelt von Prinzessin Rilan, die nach einem Angriff durch die Roten Krieger auf ihre Heimat, gemeinsam mit dem feindlichen Krieger Kenna vor einer viel größeren Gefahr aus dem Meer fliehen muss. Dabei kommen sich die beiden immer näher. Doch kann Rilan einem Mann vertrauen, der ihre Heimat angegriffen hat und der durch die Taten ihres Bruders verletzt wurde? Oder ist sie für Kenna nur Mittel zum Zweck?

Die Geschichte wird hauptlich aus der Sicht von Rilan erzählt. Das gefiel mir sehr gut, da ich mich so gemeinsam mit ihr fragen konnte, warum Kenna sie beschützt und sich nicht rächt. Rilan hat von einem Leben auf Reisen keine Ahnung und ihre verwöhnte Seite kommt öfter mal zum Vorschein. Meistens wenn sie total überfordert ist. Ansonsten bemüht sie sich darum, Kenna so gut wie es ihr möglich ist, zu unterstützen. Allerdings erst als sie erkennt, dass sie ihn braucht, um zu überleben. Das mochte ich an Rilan. Sie ist keine Prinzessin, die jammernd in der Ecke sitzt, sondern sie handelt. Kenna gefiel mir nicht ganz so gut wie Rilan. Vielleicht lag es daran, dass ich ihn meistens durch die Augen von Rilan sah und in ihren Augen war er perfekt. Zumindest das Äußere. Ich hätte mir mehr Schwächen für ihn gewünscht bzw. dass die, die er hat, nicht nur erwähnt werden, sondern auch mehr durch Handlungen gezeigt wurden. Kenna ist mir zu fremd geblieben. Seinen Bruder hingegen fand ich toll. Obwohl er erst im letzten Drittel in die Geschichte auftaucht, konnte er mich mehr einnehmen als Kenna.

Die Handlung gefiel mir sehr gut. Die Idee mit den Feinden aus dem Meer, der Tatsache, dass Kenna vor Rilan Geheimnisse hat, die Spannungen zwischen den beiden durch die Taten ihres Bruders und das langsame Auflösen aller Handlungsstränge hat mich an die Geschichte gebunden. Allerdings hat die Geschichte an Spannung verloren, dadurch, dass Kenna trotz seiner Verletzung nur wenig Probleme beim Kämpfen hat und auch die Kampfhandlungen selber zu wenig beschrieben wurden. Sie waren einfach zu schnell abgehandelt und haben mich beim Lesen wenig berührt. Es lag vielleicht auch daran, dass die beiden sehr schnell allein unterwegs sind bzw. mir ihre Reisebegleiter oftmals egal waren, sodass ich mir anfangs keine Sorgen machte musste, dass eine mir wichtige Person sterben könnte. Erst zum Ende habe ich mir in der Schlacht um meine heimliche Lieblingsperson Sorgen gemacht.
Was mir auch gefiel, war, dass ich über die Feinde auch nur das erfuhr, was Kenna und Rilan wissen. Und das ist nicht viel. Selbst am Ende des Buches sind noch Fragen zu den Feinden offen, aber das fühlte sich nicht falsch an, sondern passte zum Erzähstil und zur Handlung selbst.  


Handlung/Idee
Charaktere
Spannung
Schreibstil

*Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine Bewertung.

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