27 Juni 2018

Rezension zu: Children of Blood and Bone - Goldener Zorn

Kurz:
Der erste Teil der Children of Blood and Bone Reihe hat mich leider enttäuscht. Für mich zu viele Logikfehler und durch die Entscheidungen der Charaktere eine vorhersebare Heldenreise. 2 Lilien

Inhalt

Sie töteten meine Mutter.
Sie raubten uns die Magie.
Sie zwangen uns in den Staub.
Jetzt erheben wir uns.
Zélies Welt war einst voller Magie. Flammentänzer spielten mit dem Feuer, Geistwandler schufen schillernde Träume, und Seelenfänger wie Zélies Mutter wachten über Leben und Tod. Bis zu der Nacht, als ihre Kräfte versiegten und der machthungrige König von Orïsha jeden einzelnen Magier töten ließ. Die Blutnacht beraubte Zélie ihrer Mutter und nahm einem ganzen Volk die Hoffnung.
Jetzt hat Zélie eine einzige Chance, die Magie nach Orïsha zurückzuholen. Ihre Mission führt sie über dunkle Pfade, wo rachedurstige Geister lauern, und durch glühende Wüsten, die ihr alles abverlangen. Dabei muss sie ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein. Besonders dem Kronprinzen, der mit allen Mitteln verhindern will, dass die Magie je wieder zurückkehrt …
 
 

Meine Meinung 


Die Handlung ist eine Heldenreise, die mir zu Beginn noch sehr gefallen hat. Mit Zélie, Amari und Tzain reisen wir von Aufgabe zu Aufgabe durchs Land und stellen uns so einigen Problemen. Leider gab es hier so einiges, was mir nicht wirklich gefallen hat. Zum Beispiel wird immer wieder betont, dass die Truppe sich beeilen muss. Nicht nur weil sie von den Soldaten gejagt werden, sondern auch weil sie zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein müssen. Und was tuen sie? Sie haben keine Zeit und entschließen sich für eine Feier zu bleiben! Dass das schief geht, ist ja irgendwie ersichtlich. Genauso wie vieles andere vorhersehbar wurde. Aber nicht nur diese Entscheidung fand ich unlogisch, sondern auch die Reisegeschwindigkeit der Gegner. Vor allem am Ende war mir absolut nicht klar, wie die so schnell da sein konnten und vor allem wie sie zwischendurch geschafft haben, was sie geschafft haben. Theoretisch hätte die Autorin uns das zeigen können, da wir durch die Erzählperspektive nicht nur in Zélies und Amaris Kopf gucken, sondern auch ihren Jäger Inan begleiten. Allerdings folgen wir letzteren nicht überall hin, was mir überhaupt nicht gefallen hat. 

Die Perspektivenwahl, dass wir nicht nur Zélie folgen, sondern auch Amari und Inan gefiel mir. Dadurch, dass aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde, konnte man toll in ihre Gedanken und Gefühle eintauchen. Amari ist zu meiner Lieblingsperson in dem Buch geworden. Ich finde, sie ist vom Charakter her die stärkste Person im Buch und entwickelt sich auch am meisten. Neben Tzain, der mir zu blass blieb, gehörte sie meiner Meinung nach zu den Personen, die die Gewalt nicht als erste Lösung sehen und ich hoffe, dass sie sich im Laufe der weiteren Bände nicht zu einer Kriegerprinzessin entwickeln wird. Ihr Bruder und Zélie sind da ja ganz anders. Beide haben gelernt, dass man nur mir Gewalt vorankommt und ich hoffe, dass sie noch ein bisschen hinterfragender werden. 

Mit Inan hatte ich ja meine größten Probleme. Er ist so ein wankelmütiger Charakter, der irgendwie keine eigene Meinung hat. Wie ein Blatt im Wind treibt er mal hierhin und mal dorthin, je nachdem, mit wem er grad zusammen ist. Er hat mich so aufgeregt und irgendwie hat die Autorin mich damit ja auch erreichen können. Auch wenn ich ehrlich gesagt damit leben könnte, wenn er von der Bildfläche verschwindet. Es sei denn, er entscheidet sich endlich mal für eine Seite und nervt mich nicht weiter mit seiner Entscheidungsinkompetenz.

Der Weltenaufbau war toll. Die Anlehnung an die afrikanische Kultur war sehr schön. Ich habe zwar keine Ahnung von dieser und weiß auch nicht, wie viel davon auch so in Afrika zu finden ist, aber die Idee dahinter ist schön. Das Magiesystem ist auch sehr interessant, auch wenn es nicht wirklich etwas Neues ist. Oder ich habe das Neue daran nur noch nicht entdecken konnte. Mir hat es allgemein bei der Welt und der Magie noch an Erklärungen gefehlt. Ich wäre gerne viel viel tiefer eingestiegen. So blieb Orisha doch eher blass.

Und dann gab es noch die unglaubwürdigste Liebesgeschichte. Ich konnte absolut nicht verstehen, wie Zélie Gefühle für diese Person entwickeln konnte. Das war irgendwie so ein typisches "Sie sieht den gutaussehenden Mann und ihr Herz ist vergeben"-Ding. Nervend! Da ist die andere, leider absolut im Hintergrund bleibende und nur zu erahnende, Liebesgeschichte von Amari viel toller und vor allem glaubwürdiger. Ich hoffe, dass im nächsten Band mehr Fokus darauf gelegt wird.


Ich glaube, dass mir die Verfilmung der Reihe besser gefallen wird. Zumindest werde ich über diese ein Bild von Orisha erhalten. Ich bin gespannt. Die Buchreihe werde ich wohl nicht weiterlesen.

Zum Buch 

Autor: Tomi Adeyemi
Verlag: Fischer FJB
624 Seiten als Print 
Erschienen im Juni 2018
ISBN: 978-3-8414-4029-7

Reihe: Children of Blood and Bone
(1) Goldener Zorn (2) ... (?)


*Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine Bewertung.

1 Kommentar:

  1. Ahoi Isabel,

    ähnlich wie du bin auch ich ziemlich enttäuscht vom Buch aber neugierig auf die Umsetzung des Films... könnte tatsächlich eine der wenigen Verfilmungen werden, die besser ist als das Buch xD

    Sonnige Grüße, Mary <3
    https://marys-buecherwelten.blogspot.com/2018/06/children-of-blood-and-bone-goldener-zorn.html

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