25 April 2018

Rezension zu: Keiner trennt uns

Kurz:
Keiner trennt uns enthält eine wunderschöne Geschichte, die sich nicht nur mit dem Themen wie Trauer, Schuld, Verlust und Liebe auseinandersetzt, sondern auch zeigt, wie stark Menschen in schicksalshaften Siutationen sein können und dass man nie die Hoffnung aufgeben darf, sondern kämpfen sollte.

4 Lilien

Inhalt

Ein einziger Moment kann alles verändern. Als Hannas Vater plötzlich stirbt, sind sie und ihre drei Geschwister Pia, Emma und Mika mit einem Schlag Vollwaisen. Doch Hanna ist stark, für sich und ihre jüngeren Geschwister. Vor Gericht kämpft die 21-Jährige schließlich um die Vormundschaft. Unterstützung erhält sie von dem nicht ganz unattraktiven Mark, ausgerechnet jenem Polizisten, der ihr die Todesnachricht überbracht hat. Doch was bewegt ihn dazu, ihr zu helfen? Und was verschweigt er ihr? Während beide mit ihren inneren Dämonen kämpfen, bleibt nur eine Frage: Ist Liebe stärker als Angst?    

Meine Meinung 


Ich lese ja selten Liebesromane, weil ich meistens dabei so traurig werde, dass die im Buch ihren perfekten unperfekten Partner finden, und es in meinem Leben leider dabei überhaupt nicht gut läuft. Aber trotzdem habe ich das Angebot der Agentur Mainwunder, dieses Buch als Rezensionsexemplar zu erhalten, angenommen. Mir gefiel nicht nur das Cover, sondern auch der Klappentext. Und enttäuscht wurde ich nicht.

Jana von Bergner führt uns Leser direkt zu Beginn der Geschichte in eine sehr traurige Szene und dank ihres wundervollen Schreibstils sind Hannas und Marks Gefühle auch direkt bei mir angekommen. Für den Rest des Buches schwingen die Trauergefühle meiner Meinung nach nur im Hintergrund mit und auch wie der Rest der Familie mit der Trauer umgeht wird nur angedeutet. Die Geschichte fokussiert sich mehr auf die sich entwickelnden Gefühle zwischen Hanna und Mark. Mir gefiel das, allerdings hätte ich mir manchmal so ein paar mehr Informationen um das ganze drumherum gewünscht.

Während  Hanna ein offenes Buch war und ich sie schnell einschätzen konnte, war Mark der Geheimniskrämer. Für mich durch das Setting verständlich. Warum sollte er einer wildfremden Frau auch seine ganze Lebensgeschichte ausbreiten? Zumindest uns Leser lässt er nicht im Unklaren und er ist im Laufe des Buches zu meinem Lieblingscharakter geworden. Bei Hanna hingegen habe ich ihre Bereitschaft zu Selbstaufopferung für ihre Familie zwar bewundert, aber sie tat mir auch irgendwie leid, weil sie so früh erwachsen werde musste und sich selbst in den Hintergrund stellt.

Spannung wurde vor allem durch den Sorgerechtsstreit erhalten und durch die Tatsache, dass Mark eigentlich ganz andere berufliche Pläne hat und er ahnt, dass Hanna mit ihren verständlichen Verlustängsten denen sicher nicht wohlgesonnen wäre, weswegen er es ihr lieber verschweigt. Und Schweigen ist ja meistens keine so gute Idee. Insgesamt eine gefühlvolle, spannende Handlung, die sich Themen wie Trauer, Verlust, Schuld und Liebe annimmt.


"Manchmal spielt die Zeit keine Rolle. Es kommt auf die Qualität einer Beziehung an."
(S. 101)

Zum Buch 

Autor: Jana von Bergner
Verlag: Selfpublish 
182 Seiten als Print 
Erschienen im April 2018
ISBN: 9783752831818

*Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat keinen Einfluss auf meine Bewertung.

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