12 März 2018

{rezension} Die Carter-Akten - Mercenary

Autor: Felix A. Münter // Verlag: Papierverzierer Verlag // Einband: ebook 
 Seiten: 164 // ISBN: 9783959626033 // Erschienen: 06.2017

Reihe: Die Carter-Akten
(1) Mercenary (2) Hunter (3) Hijacker (4) Bloodhound (?)...

Meine Wertung: 

Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar!



Klappentext

Carter ist käuflich. Der Söldner ist bereits seit Jahren tätig und weiß, dass man nicht zu viele Fragen stellt – vorausgesetzt der Preis stimmt. Sein neuster Kontrakt bringt ihn nach New York, wo ein wohlhabender Klient auf die Dienste des Profis angewiesen ist. Der Auftrag scheint keineswegs außergewöhnlich zu sein, er ist einer von vielen. Doch bald schon merkt Carter, dass es um mehr geht als um die Aufklärung eines Bankraubs, der laut Aussage des Auftraggebers für die Polizei eine Nummer zu groß sei. Und tatsächlich erfährt der Söldner kurze Zeit später, was es bedeutet, einer wirklich heißen Spur zu folgen. Carter jagt der Fährte kreuz und quer durch New York, gerät an Gangs, die Mafia und an noch gefährlichere Typen. Der Profi verfängt sich in einem Netz aus Unwahrheiten, Lügen und der Gier skrupelloser Menschen. Er geht an seine Grenzen, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel – und muss sich am Ende der Frage stellen, ob Moral wirklich käuflich ist.


Meine Meinung


"Das, was meinen Kontostand füllt, ist richtig." Das ist Carters Grundsatz und macht es ihm ziemlich leicht, zu entscheiden, ob er einen Auftrag annimmt oder nicht. Und das macht ihn bei mir nicht grad sympathisch, aber muss ein Protagonist das sein, um mich zu überzeugen? Nein, er muss authenthisch sein. Und das ist Carter. Er tut, was getan werden muss, und schert sich nicht um Moral. Er ist kalt und effizient.

Und das muss er bei seinem neuesten Auftrag, der ihn quer durch New York führt, auch sein. Auf der Suche nach dem Besitz seines verschwiegenen Auftraggebers sammelt Carter hauptsächlich Informationen, die ihn von einer Gruppe zur nächsten führt. Und nicht alle sind kooperativ, sodass Carters Fähigkeiten immer wieder zum Einsatz kommen müssen. Über Carter selbst erfährt man nur das nötigste. Vielleicht ist die Reihe darauf angelegt, dass man Stück für Stück seinen Charakter aufdeckt, vielleicht aber auch nicht. Ich weiß es nicht. Aber hier im ersten Band bleibt er oberflächlich.

Die Handlung ist aus der Ich-Perspektive von Carter geschrieben und liest sich irgendwie wie ein Bericht gespickt mit den Gedanken von Carter. Es folgt einzig einem roten Faden ohne Auschweifungen und Ausschmückungen. Irgendwie passt es zu Carters Charakter. Allerdings fesselte es mich dadurch nicht so wie andere Thriller. Es ist für meinen Geschmack zu gradlinig. Die große Wendung kommt erst am Ende. Es packte mich nicht, lies mich nicht mitfiebern. Ich machte mir zwar Gedanken, was der verschwundene Besitz wirklich ist. Warum darum so ein Geheimnis gemacht wurde und wer dahinter her ist, aber bis zur Auflösung blieb ich selber genauso ahnungslos wie Carter.


Fazit


Der Protagonist ist authentisch und der Schreibstil passt zu dessen Charakter. Klar, direkt, ohne Ausschmückungen. Die Handlung folgt einem roten Faden und ich als Leser wollte wissen, was sich in der gesuchten Kiste befindet. Allerdings fieberte ich nicht mir Carter mit und hätte mir mehr Spannungspunkte gewünscht.



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