13 März 2018

{rezension} Der Kuss der Muse

Autor: Rebekka Mand // Verlag: Selfpublish // Einband: ebook  
 Seiten: 244 (print) // ISBN: 978-3746055374 // Erschienen: 02.2018


Meine Wertung: 

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!



Klappentext

„Tu es endlich, flüstert sie. Und dann tue ich es. Ich küsse sie. Öffne meine Lippen und lasse den Wahnsinn herein. Da ist keine Luft mehr zwischen uns. Nur unsere Körper, ihrer und meiner. Ganz nah.“

Alex scheitert am Leben und sucht Trost im Alkohol. Für Mia besiegt er seine Sucht und mit der Geburt ihrer Zwillinge scheint das Glück perfekt.
Bis die Silberne in sein Leben tritt.
Als seine Muse weckt sie in Alex die Sehnsucht nach seiner wahren Liebe – der Kunst. Mehr und mehr ergreift sie Besitz von ihm, entfernt ihn von Familie und Freunden. Doch was ist Wahrheit, was Lüge? Ist die Silberne ein übernatürliches Wesen oder Einbildung?
Gefangen in ihrem Bann taucht Alex in seine Vergangenheit ein und bringt Geheimnisse ans Licht, die ihn an den Abgrund führen.
Quelle: Autorenwebseite


Meine Meinung


"Der Kuss der Muse" ist ein Entwicklungsroman und bevor ich angefangen habe zu lesen, habe ich erstmal nachgeschlagen, was ein Entwicklungsroman überhaupt ist. Es geht in einem solchen Roman um die geistig-seelische Entwicklung des Protagonisten, welcher in der Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt, seine negativen Erfahrungen reflektierend verarbeitet und dadurch seine Persönlichkeit weiterentwickelt. Und das trifft auf Alex und seine Geschichte mehr als zu.

In der Ich-Perspektive begleiten wir Alex, ein trockener Alkoholiker, der mit der erneuten Schwangerschaft seiner Frau Mia und den Anforderungen, die an ihn gestellt werden, nicht klarkommt. Obwohl er glücklich sein will, lässt ihn das Auftauchen der Silbernen, seiner Muse, an allem Zweifeln und treibt ihn dazu, Dinge zu tun, die sein bisheriges Leben von Grund auf verändern werden.

Die ganze Geschichte ist düster geschrieben und liest sich bedrückend. Durch geschickt eingebaute Rückblenden werden die Vergangenheit und die Geheimnisse aller Personen Stück für Stück offenbart und die Spannung schaukelt sich bis zum Ende hoch. Die Perspektive zeigt wunderbar die Gefühlswelt von Alex und seine Entwicklung. Die anderen Charaktere bleiben hingegen blass und auch, wer und was die Silberne überhaupt ist, wird nur angedeutet, aber nie richtig offengelegt. Allerdings wirkt sich beides, meiner Meinung nach, nicht negativ auf die Geschichte aus, den sie trägt sich allein durch Alex Entwicklung und die düstere Stimmung des Buches.

Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, auch wenn ich hin und wieder eine kleine Pause gemacht habe, um darüber nachzudenken. Es ist kein Roman, den man mal eben so lesen könnte, sondern er regt zum Nachdenken an.


Fazit


Alles in allem ist "Der Kuss der Muse" ein bedrückender Roman, der mir die Geschichte von ein junger Mann erzählt, der trotz all der Geschehnisse zu sich findet, auch wenn das Ende einen sehr bitteren Beigeschmack hat.

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