26 Februar 2018

{rezension} Das Hohelied der Magier - Königszorn

Autor: Mandy Gleeson // Verlag: Talawah Verlag // Einband: ebook  
 Seiten: 600 (print) // ISBN: 978-3981858-6-79 // Erschienen: 10.2017

Reihe: Das Hohelied der Magier
(1) Königszorn (?) ...

Meine Wertung: 




Klappentext


Vater und Sohn - verbunden durch Drachengift im Herzen.
Ein Magier und ein Inquisitor - vom Schicksal zu ewiger Feindschaft verdammt.
Das 8. Zeitalter in Elyrien wird von Krieg und Hass bestimmt. Und dann kommt Aamir, das fleischgewordene Bewusstsein der Magie, in diese Welt. Sein naiver Wunsch nach freier Entfaltung schürt Feuer in den Herzen der Verdammten: Drachen und Dämonen erheben sich voller Rachsucht aus den dunklen Abgründen der Schattenreiche. Können die verfeindeten Menschen und Elben sie davon abhalten, die Welt ins Chaos zu stürzen?
Die Macht der Zauberer oder der Zorn der Könige - welche Seite wird über das Schicksal Elyriens entscheiden?
Quelle: Talawah Verlag


Meine Meinung


Der Start von Königszorn fiel mir etwas schwer. Es gab in den ersten Kapiteln viele Zeitsprünge. Knapp 100 Jahre durchlaufen wir in dem Buch. War ich anfangs davon genervt und habe mir gewünscht, dass wir endlich in einer Zeit bleiben, kann ich jetzt zum Ende nachvollziehen, wieso die Geschichte so erzählt werden musste. Ohne diesen Zeitsprung hätten wir als Leser vieles nicht erfahren können oder nur durch ständige Rückblenden, die einen ja auch aus dem Lesefluss reißen können. Ein anderer Aspekt, der mir das Ankommen in Elyrien schwer machte, waren die viele Perspektiven. Als Hauptprotagonisten begleiten wir Astor, Chai, Sayde, Nyl-Arbanjo, Meranen und Sszirahc, den die anderen im Laufe des Buches verhaften wollen. Da die Gruppe allerdings erst Mitte des Buches zusammenfindet und auch erst zu dem Zeitpunkt die Zeitsprünge aufhören, war es manchmal für mich etwas schwer, die Handlung zu verfolgen. Auch weil wir ab und an noch andere Personen begleiten bzw. an andere Orte reisen, um die dortigen Entwicklungen mitzubekommen. Aber ich bin froh bis dorthin durchgehalten zu haben, den ab da wurde es für mich richtig spannend.

Die "Heldengruppe" ist aus ganz unterschiedlichen Personen aus verschiedenen Völkern zusammengesetzt. Eine Herausforderung, weil es in meinen Augen ziemlich rassistisch zugeht. Die Gruppe muss also langsam lernen, ihre Vorurteile abzulegen und die Wahrheit zu erkennen. Was nicht allen so leicht fällt. Viel Entwicklungspotenzial also für unsere Heldentruppe und auch für alle anderen. Ich selbst habe ja zum Beispiel eine Abneigungen gegen viele der Lichtelben entwickelt. So hochmütig und voller Hass - die Bedeutung des Wortes Toleranz muss denen echt mal eingetrichtert werden. Vor allem den Herrschern und Anführern. Aber genau das mag ich an diesem Buch. Das es mich selbst wütend macht, wie andere so engstirnig und kleinkariert und vor allem rassistisch sein können. Das wird in den Folgebänden sicherlich noch ein Spaß. Besonders weil das, was auf die Völker Elyriens zukommt, Zusammenarbeit fordert, wenn sie nicht untergehen wollen. Und die Sklaverei erst - ich hoffe, dass das Thema in der Fortsetzung noch irgendwie vertiefend aufgegriffen wird.

Meine Lieblinge der Heldentruppe sind ganz klar Meranen, weil bei ihm mein Beschützerinstinkt erwacht und er einfach nur Gut ist, sowie Chai, weil er lange Zeit sehr geheimnisvoll ist und ich ihn und seine Gefühle sehr gut nachvollziehen kann. Aber auch die anderen Hauptprotas sind nicht unsympathisch, selbst die, die auf den ersten Blick unsympahtisch waren. Je besser ich sie kennenlernte, desto besser kann ich sie verstehen. Zwar nicht immer gutheißen, was sie tun, aber es eben nachvollziehbar finden.

Die Handlung selbst ist sehr komplex. Es gibt politische Intrigen und mehr Misstrauen als Vertrauen. Die Blutgekrönten wollen Elyrien, wie es jetzt ist und lebt, grundlegend verändern und schrecken dabei auch nicht vor Massenmord und Vernichtung zurück. Sie nutzen jede Schwäche aus und säen Zwietracht. Die Heldentruppe muss erst einmal herausfinden, was da vor sich geht und als sie endlich erkennen, ist es schon fast zu spät. Eile ist geboten und dann endet auf einmal der erste Band und ich will wissen, wie es weitergeht.

Die Welt Elyriens ist sehr fantasievoll. Es gibt verschiedene Ebenen. Götter, Dämonen, Engel, ... Ekliges Getier, eine lebendige Magie und Drachen. Selbst die Namen aller Personen sind manchmal wahre Zungenbrecher und das Glossar am Ende des Buches hat mir sehr geholfen, die ganzen Personen, die nur mal hin und wieder auftauchen einzuordnen. Schön hätte ich es allerdings gefunden, wenn es eine eine Karte von Elyrien gäbe, um den Reiseweg der Gefährten und die Lage der Länder und Städte nachvollziehen zu können.


Fazit


Königszorn ist ein spannender Reihenauftakt, der einen schweren Einstieg in die Welt Elyriens für mich bereithielt, aber diesen mit der Handlung und den tollen Charakteren ausgleichen konnte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit dem Absenden eines Kommentars akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung und geben ihr Einverständnis, dass ihre Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden.
Kommentare erscheinen erst nach der Freischaltung durch den Seiteninhaber, um Spamkommentare zu verhindern.