02 Dezember 2017

{rezension} Boy in a White Room

Autor: Karl Olsberg // Verlag: Loewe // Einband: Taschenbuch  
// Seiten: 288 // ISBN: 978-3-7855-8780-5 // Erschienen: 2017


Meine Wertung: 



Klappentext


Eingesperrt, ohne Erinnerung, erwacht Manuel in einem weißen Raum. Er weiß weder, wer er ist, noch, wie er hierher kam. Sein einziger Kontakt ist eine computergenerierte Stimme namens Alice, durch die er Zugriff auf das Internet hat. Stück für Stück erschließt sich Manuel online, was mit ihm passiert ist: Bei einem Entführungsversuch wurde er lebensgefährlich verletzt. Doch wie konnte er diesen Anschlag überleben? Ist das tatsächlich die Wahrheit? Und wer ist Manuel wirklich?
Quelle: Loewe Verlag


Meine Meinung


Boy in a White Room beginnt mit einem Zitat aus Rene Descartes Meditationen und wenn man seine Gedanken über das Zweifeln kennt, dann findet man hier im Roman viel wieder. Aber auch ohne philosophischen Hintergrund liest sich das Buch verständlich und spannend.

Zu Beginn war ich genauso ahnungslos wie Manuel und war erschrocken, als ich erfuhr, was ihm widerfahren sein soll. Und da ist schon die erste moralische Frage: Wie weit darf man gehen, um ein Menschenleben zu retten? Und würde ich so leben wollen? Je weiter die Handlung fortschreitet, desto verwirrender wird es für Manuel. Unterschiedliche Geschichten werden ihm erzählt und er muss sich entscheiden, wem er vertrauen kann. Und auch ich als Leser bin immer wieder am Zweifeln gewesen, ob das, was Manuel als Wahrheit und Realität ansieht, auch wirklich die Wahrheit und Realität ist. Die Auflösung der ganzen Story hat mich überrascht und ich habe mir noch länger Gedanken über all die Fragen, die der Roman bei mir aufgeworfen hat, gemacht.

Ich habe das Buch unter philosophischen Aspekten gelesen und finde es daher sehr gut. Nicht umsonst, will ich es für meine Masterarbeit nutzen, aber auch unter Unterhaltungsaspekten kann ich es empfehlen. Manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Emotionalität gewünscht, aber am Ende habe ich überlegt, ob es nicht sogar logisch ist, dass Manuel nicht so viele Emotionen zeigt. 

Fazit


Boy in a White Room ist ein spannender Roman, bei dem ich mit Manuel migerätselt habe, was denn jetzt die Wahrheit ist und wem ich vertrauen kann. Vom Ende war ich positiv überrascht und mir gefielen die philosophischen Fragen, die in dieser Geschichte eingebaut wurden.

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