{rezension} Maskenzauber - Jäger der Zeit

Autor: Selina Marie Kesper
Verlag: Selfpublish
Einband: ebook // Seiten: 296
ISBN: 978-1521251621
Erschienen: 09.2017

Reihe: Maskenzauber
(1) Jäger der Zeit (2) ...

Meine Wertung: 


Das Buch habe ich im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks erhalten. Vielen Dank!



Klappentext


London, 1701. Jocelyn ist Hofdame an der Seite von Anne Stuart, der künftigen Königin Englands. Als der gutaussehende, nach Jocelyns Meinung viel zu vorlaute, Riley an den Hof kommt, kehren auch ihre Erinnerungen an ihr richtiges Leben zurück. Ihr Bewusstsein wurde in der Zeit zurückgeschickt, damit sie wichtige Aufträge erfüllen. Während Jocelyn ihre Aufgabe noch in Erfahrung bringen muss, findet sie sich zwischen Intrigen, Affären und gefährlichen Machtspielen am Königshof wieder. Auch unter den anderen Zeitreisenden zeigen sich Konflikte und Riley scheint der Einzige zu sein, der ihr helfen kann. Jetzt muss Jocelyn eine folgenschwere Entscheidung verhindern und achtsam sein, nicht womöglich noch ihr Herz zu verlieren.
Quelle: Autorenhomepage


Meine Meinung


Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich super interessiert an diesem Buch. Ich erwartete eine Frau, die sich mit dem Wissen der heutigen Zeit im frühen 18. Jahrhundert zurecht finden und dort nicht nur Intrigen überstehen muss, sondern auch selbst intrigiert, um ihren Auftrag zu erfüllen. Allerdings habe ich weder das eine noch das andere bekommen. Einzig der versprochene Konflikt zwischen den Zeitreisenden ist enthalten. Als Partner entsendet, stellen sie fest, dass sie unterschiedliche Aufträge mit gegensätzlichen Zielen erhalten haben. Das hätte furchtbar spannend sein können. Leider durfte ich so gut wie nie lesen, wie die Personen ihre Pläne umsetzen wollten. Und das lag unter anderem an der Erzählperspektive. Denn ich durfte nur Jocelyn begleiten und erfuhr auch nur, was sie wusste. Was bei fehlenden Erinnerungen nicht viel war.

Jocelyn gefiel als Person. Sie ist vertrauensvoll und beschützt andere, auch wenn diese es eigentlich gar nicht verdient hätten. Sie lässt sich nicht rumkommandieren, sondern entscheidet, selbst was sie als richtig ansieht und zieht dieses trotz der Konsequenzen auch durch. Sie ist sich selbst treu. Ihrem Charakter fehlt das Intrigante, was ihr ihre Aufgabe nicht erleichtert, sie aber für mich sympathisch machte. Kurz ich mochte sie.

Jocelyn fehlen wichtige Erinnerungen und sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann. Leider war uns beiden sehr schnell klar, wer der Gegenspieler ist und ihre Versuche, denjenigen aufzuhalten, waren für meinen Geschmack sehr einfallslos. Hier hätte ich mir die versprochenen Intrigen gewünscht. Sie ist Hofdame, hat einen engen Kontakt zur zukünftigen Königin, doch nutzen tut sie dies kaum. Allgemein hatte ich mehr Verwebungen mit der damaligen Zeit erwartet. Eigentlich kommen nur die Zeitreisenden zu Wort und Personen, die damals wirklich lebten, sind nur Randfiguren, die zwar von den Zeitreisenden beeinflusst wurden, aber davon liest man kaum etwas. Es wird erwähnt, dass geredet wird, dass jemand jemanden überzeugt hat, aber ich durfte nicht aktiv dabei sein. Kurz gesagt, es blieb für meinen Geschmack zu oberflächlich.

Was mir am Ende des Buch auch nicht gefiel bzw. mich total ratlos zurückgelassen hat, war die wissenschaftliche Seite des Zeitreisens. Nicht nur die Ziele der Organisation blieben mir als Leser fremd, sondern auch wie das alles funktioniert und wie sich schon begangene Veränderungen auf die Gegenwart ausgewirkt hatten. Jocelyn konnte dies alles durch ihre Erinnerungslücken nicht wissen, das war für mich verständlich. Aber mir gefiel es einfach nicht, dass auch ich nichts darüber erfuhr. Eine weitere Erzählperspektive, die vielleicht in der Gegenwart ist, und mir das ganze Wissenschaftliche erkärt hätte, hätte ich mir gewünscht.


Fazit


Maskenzauber konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Ich hatte wirkliche Intrigen erwartet, die ein ganzes Königreich verändern könnten, leider blieben diese Intrigen eher passiv und ich war als Leser nicht selbst dabei. Auch durch die Erzählperspektive konnten viele meiner Fragen nicht beantwortet werden. Leider muss ich sagen, dass dieses Buch mich stellenweise gelangweilt hat.



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