24 August 2017

{rezension} Die Dreizehnte Fee - Entschlafen

Autor: Julia Adrian
Verlag: Drachenmond Verlag
Einband: Taschenbuch // Seiten: 300
ISBN: 978-3-95991-133-7
Erschienen: 08.2016

Reihe: Die Dreizehnte Fee
(1) Erwachen (2) Entzaubert (3) Entschlafen

Meine Wertung: 




Klappentext


„Keine Geschichte sollte endlos währen. Es muss ein Ende geben. Es gibt immer eines.“
Die Königin der Feen steht einem neuen Feind gegenüber, der noch mächtiger scheint als alle Schwestern zusammen. Es gibt nur einen Weg, ihn aufzuhalten: Lillith muss ihre Kräfte zurückerlangen und zu dem werden, was sie am meisten fürchtet. Doch wer ist wirklich Freund und wer ist Feind?
»Wohin gehst du?«, rufe ich und will ihn am liebsten aufhalten. »Jagen«, antwortet er kurz angebunden, dann verschwindet er und lässt mich zurück.
Er gibt mich frei. Meine Zeit ist noch nicht gekommen. Aber unsere scheint vorbei.


Meine Meinung


„Erwachen“ hat mich verzaubert. „Entzaubert“ hat mich tiefer in die Geschichte gezogen. „Entschlafen“ lässt mich zwiegespalten zurück. Der Schreibstil war immer noch fantastisch. Er erzeugt eine dunkle Märchenstimmung und liest sich zu 99% flüssig.

Ich war von Anfang an begeistert von Lilith. Ohne Magie aufgewacht, betrogen von ihren Schwestern, musste sie zu sich selbst finden. Sie wollte Rache. Sie wollte gut sein. Sie wollte zeigen, dass Feen nicht nur böse sind, aber immer, wenn sie mit ihrer Magie in Berührung kam, zeigte sich ihr altes Ich. Zumindest liest es sich in den ersten Teilen so. Die neue Lilith gegen die böse Königin in ihr. Schon zum Ende des zweiten Bandes kam sie zur Erkenntnis, dass sie beides ist, aber von der Erkenntnis liest man im dritten Band wenig. Ich war ein bisschen genervt von ihr. Ein Hin und Her zwischen „Ich will niemanden etwas Böses tun“ und „Alle werden meine Rache spüren.“ Sie spricht Flüche, wo ich nur denke: Das ist ein unschuldiges Kind, verdammt! In der nächsten Sekunde bereut sie ihre Taten und ein paar Seiten weiter, war es wieder unumgänglich, was sie getan hat. Auch bei ihren Geschwistern konnte sie sich nach zwei Bänden immer noch nicht entscheiden, ob sie sie nun ermordet oder nicht. Ich liebe das Unperfekte an Lilith. Ich hätte überhaupt kein Problem damit gehabt, wenn sie böse wäre. Aber ich hatte ein Problem damit, dass sie im dritten Band immer noch so schwankend ist.

Das Geheimnis des Hexenjägers und des Moguls. Ich warte seit seinem Auftauchen auf die Auflösung. Ich ahnte beim Lesen dieses Bandes auch schon, welches das sein könnte. Zumindest das des Hexenjägers. Andeutungen wurden schließlich immer wieder versteckt gemacht. Und im Grunde fand ich die Idee auch gar nicht schlecht. Allerdings gab es drei Sachen, die mir unlogisch erschienen bzw. wo mir die Erklärungen gefehlt haben. Das kann ich aber hier nicht näher erläutern, weil es euch spoilern würde. Jedenfalls hat mir dies das Ende ein bisschen madig gemacht. Die Entscheidung der Fee am Ende des Buches konnte ich aber nachvollziehen und fand sie auch zu ihrem Charakter passend.



Fazit


Was ist jetzt mein Fazit des Ganzen? Im Vergleich zu den vorherigen Bänden schwächelt „Entschlafen“. Es konnte meine aufgeworfenen Fragen nicht zufriedenstellend beantworten. Trotzdem passt das Ende zur Trilogie und ich fand es super schön, dass es bis zum Ende das Dunkle beibehält. Alle guten Taten haben einen bitteren Beigeschmack, alle schlechten Taten einen Hauch von Hoffnung.

Und trotz allem liebe ich diese Reihe in seiner Gesamtheit.

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