{rezension} Wolkodav - Das Schwert des Grauen Hundes

Autor: Maria Semenova
Einband: ebook // Seiten: 325
ISBN: 978-3-946608-06-6
Erschienen: 04.2017

Reihe: Wolkodav
(1) Das Schwert des Grauen Hundes (2) Die Tore der jenseitigen Welten (Sept. 2017)

Meine Wertung: 


Erhältlich unter anderem bei Thalia



Klappentext


Das Original zur internationalen Verfilmung »Wolfhound«.

Nachdem der Krieger Wolkodav aus jahrelanger Gefangenschaft in den schrecklichen Minen der Edelsteinberge entkommen ist, lebt er nur für eines: Rache. Zwar gewähren die Götter ihm diese, haben mit ihm aber noch anderes im Sinn. Dafür muss der letzte Überlebende der Grauen Hunde zunächst lernen, wieder unter den Menschen zu bestehen. Viele Gebräuche sind ihm fremd und er kennt sein eigenes Herz nicht mehr, doch treue Freunde und Verbündete lehren ihn das fast Vergessene. Auf der Reise in die Handelsstadt Galirad erringt er im Kampf ein altes, heiliges Schwert. Dessen Schicksal und sein eigenes sind fortan eng verbunden. Genauso wie mit jenem der Fürstin Jelen.

Slawische Fantasy direkt aus Russland und der große Auftakt einer außergewöhnlichen Saga.


Meine Meinung


Wolkodav - Das Schwert des Grauen ist der erste Teil der Übersetzung des russischen Originalwerkes von Maria Semenova. Wolkodav, der Held der Geschichte, hat jahrelang als Sklave in den Bergen arbeiten müssen und hat nach seiner wiedererlangten Freiheit nur den Wunsch Rache an denen zu nehmen, die sein Dorf überfallen und all dessen Bewohner ermordet hatten. Dabei ist es ihm gleichgültig, ob seine Rache ihm Leben kosten wird oder nicht. Wie das Schicksal es so will, überlebt Wolkodav und muss lernen sich unter Fremden zurecht zufinden.

Ich fand den Schreib- und Erzählstil sehr gewöhnungsbedürftig und fand mich nur schwer zurecht. Im Vorwort wurde schon darauf verwiesen, erst das Glossar zu lesen. Diesen Hinweis fand ich sehr hilfreich, da dort viele Dinge erklärt wurden, die im Text vorausgesetzt wurden. Aber trotz dessen wirkte die Geschichte sehr fremd auf mich und ich konnte mich nicht völlig drauf einlassen. Am liebsten hätte ich ständig im Internet nach Hintergrundwissen über slawische Mythologie gesucht, um Dinge besser zu verstehen.

Die Geschichte wird von einem allwissenden Erzähler erzählt, der sich zwar meist auf Wolkodavs Gedanken beschränkt, aber auch Dinge erzählt, die Wolkodav nicht wissen kann, aber für den Leser interessant sein könnten. Wolkodav selbst hat mich etwas verwirrt. Er ist als Kind in die Eisberge gekommen und wie die Rückblenden zeigen, scheint er da viel von den anderen Sklaven getrennt worden zu sein. Als Erwachsener weiß er jedoch sehr viel über die alten Verhaltenregeln von allen möglichen Stämmen und spricht auch deren Sprachen. Das fand ich etwas widersprüchlich. Die Tatsache, dass er sich schwer unter Menschen zurecht findet und es nicht versteht, wenn Leute von den alten Verhaltensregeln abweichen, war für mich glaubwürdiger. Trotz dessen, dass ich als Leser eigentlich die ganze Zeit in seinem Kopf war, fand ich es schwer ihn zu verstehen.

Der Spannungsbogen stieg für meinen Geschmack selten stark an. Es war nicht langweilig, aber irgendwie hatte ich mir mehr Action gewünscht. Da diese Übersetzung ein Buch teilt, kann es vielleicht auch sein, dass hier alles vor einen größeren Konflikt vorbereitet wird, und die wichtigsten Personen erst in Wolkodav Leben eingeführt werden müssen. Zumindest gibt es am Ende einen Hinweis auf ein großes Problem, was auf Wolkodav zukommen kann/wird.


Fazit


Da ich mich in slawischer Mythologie nicht auskenne und das Buch meiner Meinung nach Wissen voraussetzt, fand ich mich in Wolkodavs Welt schwer zurecht. Die Geschichte konnte mich auch nicht richtig gefangen nehmen, da ich keinen Zugang zu Wolkodav oder einem der anderen Personen fand und der Spannungsbogen niedrig bis mittel blieb.



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