{Buchvorstellung} Die Galgenmärchen von Nora Bendzko


Morgen erscheint der dritte Band der Galgenmärchen und da ich ein Fan von Nora Bendzko und ihren wirklich düsteren Märchenadaptionen bin, habe ich mir gedacht, stelle ich sie doch mal vor. 

Was erwarte ich, wenn ich ein Märchen lese? Klassisch gesehen, ein klare Definition von Gut und Böse, moralische Überlegungen und natürlich am Ende ein Happy End. Bei Noras Märchen steht allerdings Galgen davor und das verrät schon sehr viel über ihre Märchen. Denn diese hier sind düster und der Tod ist allgegenwärtig. Was mich auch nicht wundert, wenn sich die Geschichten alle zur Zeit des 30-jährigen Krieges abspielen. Und auch das klassische Gut und Böse findet man hier nicht, sondern es geht um den Werdegang von Personen, die alles verloren haben und einfach nur Überleben wollen, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Auch wenn dunkle Mächte ihre Finger im Spiel haben.
Über ihre Adaptionen schreibt Nora auf ihrer Homepage folgendes zum Inhalt:

Welche Arten der dunklen Fantastik – ob Dark Fantasy, Horror oder Geistergeschichte – und welcher Teil Europas variieren dabei von Geschichte zu Geschichte. Zwischen Herrschafts- und Religionskriegen, Pestwellen und Hexenverfolgung kämpfen dabei die unterschiedlichsten Charaktere, von der Bettlerin bis zum König, um Verstand und Überleben.
Ich finde, dass diese Beschreibung nicht nur super passend ist, sondern sie macht für mich auch den Reiz dieser Galgemärchen aus. Übrigens sind die Märchen Einzelbände und können unabhängig voneinander gelesen werden. Aber jetzt stelle ich euch die drei Galgenmärchen anhand ihrer Klappentexte vor. Und wer dann noch Lust hat, kann sich meine Rezensionen dazu durchlesen.

Wolfssucht - eine Novelle

Irina musste als Kind mit ansehen, wie ihre Schwester Leonore ermordet wurde. Nur weil Skandar, der Sohn des Jägers, sie beschützte, ist Irina noch am Leben. Selbst als Erwachsene verfolgen sie die Bilder des brutalen Mordes. In ihrem Dorf fühlt sie sich ausgestoßen. Hinter ihrem Rücken nennt man sie verflucht. Allein Skandar will Irina für sich gewinnen. Als er sein Ziel nicht erreicht, schlägt seine Zuneigung in Gewalt um. Irina muss fliehen. Doch »es« lauert immer noch da draußen. Im finsteren Wald. Leonores Mörder hat Irina nicht vergessen. Ihre erneute Begegnung setzt blutige Ereignisse in Gang, die das ganze Dorf ins Verderben zu reißen drohen …
Eine dunkelfantastische Novelle zur Zeit des 30-jährigen Krieges, angelehnt an das bekannte Märchen der Brüder Grimm: »Rotkäppchen«.

Meine Rezension findet ihr hier.

Kindsräuber - ein Roman

Prag, 1620: Krieg, Hunger und ein Geist mit dem Namen »Rumpelstilzchen« suchen die Stadt heim. Wo immer er erscheint, verschwindet ein Kind. Alene, die die Gabe besitzt, die Geister der Toten zu sehen, ist ihm bereits vor einem Jahr begegnet. Nun ist sie selbst schwanger. Gequält von der Angst, ihr Kind verlieren zu können, schlägt sie sich im zerrütteten Prag durch. Aber sie scheint nur ein Spielball höherer Mächte zu sein: Wieso tritt ihr lang verlorener Kindheitsfreund Patrik Emil wieder in ihr Leben? Warum will er sie zum König von Prag bringen? Alene muss nach Antworten suchen … doch ihr bleiben nur drei Tage. Denn Rumpelstilzchen hat ihren Tod prophezeit.
Eine dunkelfantastische Thriller-Adaption zur Zeit des 30-jährigen Krieges, angelehnt an das bekannte Märchen der Brüder Grimm: »Rumpelstilzchen«.

Meine Rezension findet ihr hier.

Bärenbrut - eine Kurzgeschichte

Nie wird Thorben den Anblick seines toten Vaters vergessen: zerfleischt von einem Bären. Nachdem er den Schrecken des Krieges nur knapp entronnen ist, baut er sich als Jäger ein neues Leben auf. Er heiratet, bekommt einen Sohn. Doch die Menschen in seinem Dorf sind ihm gegenüber misstrauisch. Ein Fluch soll auf seiner Familie lasten. Als seine lang verschollene Mutter wieder auftaucht und ihr der Tod ihres Mannes beigebracht werden muss, brodeln die Gerüchte von damals wieder. Thorbens Vater sei nicht von einem Bären getötet worden, heißt es. Ein Mensch in Bärenhaut habe die Bluttat begangen … ein Gestaltwandler. Was ihn auch getötet hat, es lauert noch immer im Dorf – und Thorben muss sich ihm stellen. Wenn nicht für seinen Vater, dann um sich und seine Liebsten zu schützen.
Das Prequel zur preisnominierten Novelle »Wolfssucht«: Eine dunkelfantastische Kurzgeschichte zur Vorzeit des 30-jährigen Krieges, angelehnt an das Grimm’sche Märchen »Der Bärenhäuter«.

Meine Rezension findet ihr hier.

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