{rezension} Der schwarze Thron - Die Schwestern

Autor: Kendare Blake
Verlag: Penhaligon
Einband: Paperback // Seiten: 448
ISBN: 978-3-7645-3144-7
Erschienen: 05.2017

Reihe: Der schwarze Thron
(1) Die Schwestern (2) Die Königin

Vielen Dank an Penhaligon für das Rezensionsexemplar!



Klappentext


Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …


Meine Meinung


Das Buch startet mit einer richtig tollen detaillierten Karte. Sowas liebe ich ja bei Büchern und das Cover ist auch ein Hingucker. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Krone mit Band 2 vollständig wird. Aber das Aussehen ist ja nur zweitrangig. Der Inhalt ist viel wichtiger. Und da haben mich Die Schwestern ein bisschen enttäuscht. Von der Idee her finde ich die Story richtig gut und auch die Gaben klangen und klingen auch immer noch interessant. Da gibt es Giftmischer, Naturbegabte, Elementwandler, Krieger und Propheten. Wenn ich jetzt nicht ausversehen eine Gabe vergessen habe.
Die Königin des Landes gebiert irgendwann Drillinge. Diese Drillinge wachsen bis zu ihrem 6. Lebensjahr zusammen auf, werden dann getrennt und dazu erzogen sich gegenseitig umzubringen. Denn nur eine kann den Thron besteigen. Was ich aber nicht so ganz verstanden habe, ist das Warum. Warum müssen sie sich umbringen? Warum muss die Königin nach der Geburt das Land verlassen? Es wird zwar auf die Religion und die Göttin verwiesen, aber meiner Meinung nach unzureichend. Vielleicht kommt das ja noch in Band 2. Auch wenn es nicht angedeutet wurde. Insgesamt plätschert die Geschichte sehr lange vor sich hin. Es ist schön, wenn ich als Leser langsam in die Welt und deren Eigenheiten eingeführt werde, aber irgendwann muss die Spannung dann auch mal steigen. Und das tut sie hier erst ganz zum Schluss im letzten Drittel. Aber dann auch richtig. Die letzten Seiten und der Cliffhanger haben die Geschichte für mich gerettet.

Unsere Protagonisten sind unsere Königinnen Mirabella, Katharine und Arsinoe. Mein Liebling war aber Jules. Sie ist die Ziehschwester von Arsinoe und ich fand sie vom Charakter her viel interessanter als die drei Schwestern. Mirabelle, Katharine und Arsinoe waren für mich zu schwach gezeichnet. Alle drei hadern auf irgendeine Weise mit sich selbst oder ihrem Schicksal, aber es fehlte ihnen das Besondere. Von irgendeiner der Königinnen hätte ich mir gewünscht, dass sie mich auf ihre Seite zieht. Dass ich mit ihr mitfiebere und mir wünsche, dass sie als Siegerin aus den Kämpfen hervorgeht. Ich weiß nicht, ob bei anderen Lesern dieser Effekt eingetroffen ist, aber mich hat er nicht erreicht.

Ich denke, der Schreibstil von Kendare Blake hat da auch einen gewissen Einfluss drauf gehabt. Es liest sich ziemlich distanziert, obwohl wir in die Gedanken aller Personen eintauchen. In einige mehr als in anderen, manchmal werden wir auch zugunsten der Spannung von den Gedanken ferngehalten. Aber trotzdem liest es sich distanziert.  Ich habe ziemlich lange gebraucht, um mich an den Stil zu gewöhnen.


Fazit


Die Story vom schwarzen Thron ist eine tolle Grundidee, die mir zu langsam Fahrt aufnahm und deren Protagonisten mich nicht für sich einnehmen konnten. Ich werde aufgrund der Geschehnisse auf den letzten Seiten und wegen Jules dennoch weiterlesen.

Kommentare:

  1. Hey :)
    Ich kann deine Rezension so gut nachvollziehen! Ich war absolut enttäuscht von diesem Buch. Die Welt und deren Regeln wurden viel zu wenig erklärt und die Protagonistinnen blieben blass, während die Nebencharaktere deutlich mehr tiefe erhielten. Wirklich schade, so hätte das Buch wirklich toll sein können.
    Für mich waren auch nur die letzten Seiten so wirklich interessant. Alles andere hat mich immer eher gähnend zurückgelassen. Irgendwie waren die Ereignisse auch ziemlich vorhersehbar oder ging das nur mir so?

    Was für eine Wertung würdest du dem Buch denn geben?

    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Hey,

      bei LB, Amazon, Thalia, etc. hat das Buch bei mir noch ganz knapp 3 Sterne bekommen. Jules hat es gerettet und wie gesagt die letzten Seiten, weil die gezeigt haben, was hätte sein können. Ich hoffe deren Stärke findet sich auch im Folgeband wieder.

      Gruß Isbel

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  2. Huhu,
    ich musste mir nach deinem Kommentar auch erst einmal wieder meine Rezension durchlesen und muss auch eingestehen, dass ich es nach einiger Überlegung vielleicht doch lieber als 3 Sterne eingestuft hätte. Kaum zu glauben, aber innerhalb der letzten zwei Monate habe ich meine Rezensionen noch mal überarbeitet und bin echt kritischer geworden.
    Ich kann dir nur recht geben: Die drei Schwestern kamen einfach nicht an und waren ziemlich flach. Man hätte mehr draus machen können. Trotzdem bin ich irgendwie gespannt, was der zweite Teil mit sich bringt.
    Liebe Grüße
    Denise

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    1. Hey Denise,

      das kenne ich, manchmal lese ich eine alte Rezension von mir und denke, wieso hast du die so bewertet? Bzw. frage ich mich manchmal auch, warum ich die so und so formuliert habe. Ich glaube, als Blogger wird man automatisch mit der Zeit strenger. Und mit dem Älter werden auch.
      Meine Erwartungen habe ich für Band 2 runtergeschraubt, aber ich hoffe trotzdem dass die Autorin mich positiv überrascht.

      Gruß Isbel

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