{rezension} Tochter der Träume - Land im Schatten

Autor: Marie Weißdorn
Verlag: Eisermann Verlag
Einband: eBook // Seiten: 400
ISBN: 978-3-946172-57-4
Ersterscheinung: 10.2016

Reihe: Tochter der Träume
(1) Land im Schatten (2) ... (3) ...


Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de erhalten. Vielen Dank.


Klappentext


„Nach einhundert Jahr’n sich die Möglichkeit zeigt, 
Auf ein baldiges Ende des Volkes‘ Leid. 
Denn der, der entkommt seiner dunklen Hand 
Trägt in sich die Macht, zu beherrschen dies‘ Land.“ 
Seitdem sich die Götter vor langer Zeit von Mirandor abgewandt haben, wird das Land von einem grausamen König unterdrückt. Um seine Herrschaft zu sichern, nimmt er in jedem Jahr vier erwählte Kinder gefangen, die den Menschen anstelle der Götter beistehen sollten. Am Tag der Auswahl spürt Leyna, dass sie die Kraft der Herbstgöttin in sich trägt. Doch ihr Mal bleibt verborgen. Leyna gelingt die Flucht und sie gerät in große Gefahr. Schon bald nimmt sie die Magie der Welt um sich herum wahr und spürt die Macht, die in ihr liegt. Doch sie weiß nicht, wem sie ihren Glauben schenken soll; der uralten Prophezeiung und dem geheimnisvollen Fremden, der ihr Leben rettet – oder dem, was sie seit ihrer Kindheit zu glauben gelernt hat. Nur eines ist sicher: In der Welt der Illusionen ist nichts, wie es scheint.


Meine Meinung


Ich wurde bei diesem Buch vom Cover angezogen. Und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich mir, dass das gut in mein Beuteschema passt. Kurz darauf bei Lovelybooks als Leserunde gesehen und in den Lostopf gehüpft. Und meine Glücksfee hat auch reichlich mit Glitzerstaub umsichgeworfen. 
Den Einstieg in die Geschichte fand ich sehr schön. Der Epilog hat einen Haufen Fragen aufgeworfen, die auch zum Ende des Buches nicht vollständig beantworten wurden. Aber das haben Reihen ja schließlich auch an sich und ich erwarte es. Die Geschichte wird hauptsächlich von Leyna, einem Gotteskind, erzählt. Allerdings springt der Erzähler auch mal in die Sicht von Sivan oder den Gegenspielern. Diese Abschnitte sind so kurz bzw. mehr Fragen aufwerfend als erklärend, dass sie mir nicht so ganz gefallen haben. Bis auf die Perspektive von Lodon. Von ihm hätte ich gerne mehr gelesen, aber die Autorin meinte in der Leserunde, dass man darauf im nächsten Band hoffen darf.

Die Welt bzw. Mirandor wird sehr detailreich beschrieben und ich habe das Gefühl gehabt, dass die Autorin sich einen Haufen Gedanken dazu gemacht. Die Tiere und Orte von Mirandor konnte ich mir demnach sehr gut vorstellen. Das Magiesystem der Welt ist abstrakt. Ja, ich weiß. Jedes Magiesystem ist irgendwie abstrakt. Aber mir fällt grad ein besseres Wort ein. Ich will da jetzt auch nicht viel rüber schreiben, da ich denke, dass es schöner ist, wenn ihr die Magie mit Leyna gemeinsam kennenlernt.

Die Handlung würde ich als Reisegeschichte beschreiben. Nach der Auswahl ist Leyna ständig unterwegs, um ihren Zielort zu erreichen. Die Reise ist aber keine Aneinanderreihung von langweiligen Tagen, sondern sie hat mit einigen Problemen und Hindernissen zu kämpfen. Schließlich möchte der König alle Gotteskinder zu sich gebracht haben. Und man lernt zudem durch Gespräche und Taten die Charaktere besser kennen. Mit einigen Sachen konnte mich die Autorin überraschen, andere fand ich sehr offensichtlich.

Kommen wir zu den Charakteren. Leyna trifft auf Flucht drei Reisegefährten. Wer sich da jetzt überraschen lassen will, überspringt am besten den Absatz. Wir lernen als erstes den plappernden Urs kennen und den schweigsamen Sivan. Beide sind so ziemlich das Gegenteil voneinander. Urs fand ich anfangs ziemlich süß, aber zum Ende habe ich mich Sivan Meinung angeschlossen. Auf Dauer wäre ich wohl auch etwas genervt. Sivan ist der geheimnisvolle in der Runde. Er redet kaum über sich selbst und hat in seiner Vergangenheit anscheinend etwas getan, was ihm immer noch zu schaffen macht. Nichtsdestotrotz konnte ich seine Handlungen und Denkweisen nachvollziehen, auch wenn ich nicht immer einverstanden damit war. Der dritte im Bunde ist Tarin. Er ist nett, weiß viel, hat eine Gabe und hilft Leyna wo es ihm möglich ist. Kommen wir zu Leyna selbst. Ich möchte jetzt nicht viel über sie schreiben, nur das ich im Laufe des Lesens komplett den Zugang zu ihr verloren habe. In der Leserunde habe ich es mit "Sie ist mir zu "perfekt"" beschrieben, aber um das zu erläutern, müsste ich zu viel spoilern. Ich kann nur sagen, dass meine Mitleserundenleser das ganz anders sahen. Das ist wohl Geschmackssache.


Fazit


Ein schöner Einstieg in die Trilogie, die mit einer detailreichen Welt und vielen spannenden Fragen auf den Leser wartet. Leider habe ich den Zugang zu den Charakteren verloren.

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