{rezension} Stonebound - An die Sonne gebunden

Autor: Thordis Hoyos
Verlag: Selfpublish bei neobooks
Einband: eBook // Seiten: 600
ISBN: 978-3-7380-0836-4
Ausgabe: 15.12.2014
Reihe: Stonebound
(1) An die Sonne gebunden
(2) Vom Wasser gefesselt (3) Dem Blut verpflichtet 


Vielen Dank an Thordis Hoyos für das Rezensionsexemplar!


Klappentext


Es ist wie ein Blitz, der einschlägt. Seit dem Moment als die 18-jährige Elba Tristan das erste Mal sieht, fühlt sie sich magisch angezogen von ihm. Kein Wunder: Er ist aufregend impulsiv, einfach überirdisch sexy und gerade so zynisch, dass er unheimlich interessant wirkt. Doch dann lernt Elba seinen unnahbaren und respekteinflößenden Freund Aris kennen - und zu ihrer großen Verwirrung fühlt sie sich ihm auf eine ganz besondere Art verbunden. Aber weshalb drängt Tristan seinen Freund dazu, eine Beziehung mit ihr zu beginnen, obwohl er anscheinend selbst Gefühle für sie hegt? Und was hat es mit diesen mysteriösen Steinen auf sich, die sie in dem alten Anwesen ihrer Tante findet? Als Elba auf ein furchteinflößendes Familiengeheimnis stößt, entspinnt sich ein Intrigenspiel um Liebe, Sex, Macht, Blutgier und das blanke Überleben. Es beginnt eine abenteuerlich gefährliche Jagd, bei der niemand dem anderen vertrauen kann und nichts ist, wie es scheint.


Meine Meinung


Das Buch hat mich erschlagen. Es war spannend und zum Teil ziemlich verwirrend. Einen Teil der Charaktere habe ich geliebt, andere nicht einschätzen können und bei einigen sprangen die Sympathien hin und her. Aber der Reihe nach.

In diesem Buch gibt es neben den Menschen im Allgemeinen drei Gruppen: Vampire, Steinträger und Wächter.
Die Vampire sind unsterblich, unglaublich sexy und können Menschen manipulieren. Was man so von Vampiren erwartet. Allerdings vertragen sie Sonnenlicht und ihre Existenz ist an Edelsteine gebunden. Des Weiteren haben sie noch Kräfte anderer Fantasywesen. Ich kenne das aus anderen Büchern, aber hier war mir das ein Tacken zu viel.
Die Steinträger sind Menschen, die an den Vampir gebunden sind. Wenn sie sich mit ihrem Vampir verbinden, können sie die Elemente beeinflussen. Ihre wichtigste Aufgabe ist jedoch der Schutz des Steines. 
Die Wächter sollen eigentlich die Steinträger vor den Vampiren beschützen, aber aufgrund eines Friedensabkommen mischen sie sich nicht mehr ein und dokumentieren nur noch das Geschehen.  


Weil ihre Tante im Sterben liegt, reist Elba mit ihren Großeltern zu ihr, um Abschied zu nehmen. Kaum angekommen verändert sich ihr Leben um 180 Grad. Sie trifft  ihren alten Freund Christian wieder und zwei Neuankömmlinge Tristan und seinen Freund Aris. Letztere keine Menschen, sondern Vampire, die ihre Steinträgerin suchen. Den Menschen, an den das Schicksal sie gebunden hat. Und Elba ist eine solche Steinträgerin - auch wenn sie von alldem gar keine Ahnung hat. Nach dem Kennenlernen ist Elbas Gefühlswelt für den Rest des Buches das reinste Chaos. Zu allen drei Männern fühlt sie sich hingezogen und auch wenn es sich zum Ende hin etwas beruhigt und ich das Gefühl hatte, dass Elba sich für einen der drei entschieden hat. Allerdings fand ich, dass Elba viel zu stark auf die Vampire fixiert war. Das hat Sympahthiepunkte abgezogen. Die anderen Charaktere, wie die Großeltern, gehen total unter. Sie werden öfter bedroht, aber trotzdem interessiert sich Elba mehr für Tristan und Aris, anstatt sich um ihre Familie zu kümmern/sorgen.

Tristan war meine Lieblingsfigur. Nach dem Tod seiner Steinträgerin, die keine Nachkommen hat, welche ihr Erbe antreten können, ist er auf der Suche nach seinem Stein, um ihn selbst zu schützen. Er ist gemein, aufbrausend, macht was er will und seine Moral ist fragwürdig. Er ist aber auch unglaublich charmant, ehrlich und loyal. Und verdammt sexy. Seinen Charakter konnte ich im Laufe der Geschichte am besten abschätzen. 

Aris hingegen war nervend. Er war total abweisend und gefühlskalt. Kaum angetaut, ist er kurze Zeit darauf wieder eingefroren. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass er mit Elba spielt und ihren Herzschmerz gerne sieht. Er ist der geborene Anfürher und das große Ganze ist ihm wichtiger als Gefühle. Und auch er hat eine fragwürdige Moral. Im Gegensatz zu Tristan konnte ich ihn aber gar nicht einschätzen und auch jetzt nach dem Lesen, weiß ich nicht was ich von ihm halten soll.

Ganz anders ist dagegen Christian. Er würde alles tun, um Elba zu beschützen und je mehr er in die Familiengeheimnisse hineingezogen wird, desto größer und wichtiger wird seine Rolle. Ich fand ihn recht süß und hatte auch Mitleid mit ihm.

Und dann gibt es da noch Duris. Den Gegenspieler. Jemand der eine unglaubliche Wut auf Tristan und Aris hat und endlich seine Rache ausleben will. Und Elba gerät in sein Blickfeld.

Das ganze spinnt sich zu einem Intrigenspiel, indem ständig neue Wendungen eintreten und Stück für Stück die Vergangenheit aufgedeckt wird. Aber es gibt zwei Seiten der Geschichte und erst zum Schluss zeigt sich, welche Seite die Wahrheit erzählt. Oder vielleicht auch nicht? Und wer liebt hier eigentlich wen? Und ist es echte Liebe oder nur manipulierte? Kann man zwei Personen gleichzeitig lieben? Nicht nur Elba muss sich mit ihren Gefühlen auseinandersetzen.

Was mich allerdings extrem verwirrt hat, war die Steinmagie. Irgendwie ist mir da immer noch nicht klar, wieso sie existiert, was passiert, wenn eine Steinträgerblutlinie ausstirbt und wie das mit der Liebe zwischen Steinträgern und Vampiren aussieht. Schließlich sollen sie zwei Hälften einer Einheit sein und doch behandeln manche Vampire ihren menschlichen Gefährten wie das letzte Stück Dreck. Das klang sehr widersprüchlich.

Alles in allem eine komplexe Geschichte, bei der Vampire eher ihre dunkle Seite ausleben und man nie weiß, was als nächstes kommt. Gleichzeitig fühlte ich mich etwas erschlagen von all den Informationen und Zusammenhängen, dass ich mir gewünscht habe, dass es langsamer vorangeht und erstmal eine Sache zu Ende gebracht wird, bevor die nächste auftaucht.   


Bewertung


 

Kommentare:

  1. Inhaltlich nichts für mich, aber das Cover ist ein Traum (=

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    1. Ich gestehe, das Cover finde ich nicht wirklich ansprechend.

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