{rezension} Elric - Der Blutthron

 
 Autor: Michael Moorcock
Reihe: Elric von Melniboné Fantasy-Saga
(1) Der Blutthron; (2) ....
Verlag: Mantikor
Einband: eBook // Seiten: 347
ISBN: 978-3-945493-64-9 
Ausgabe: 21.07.2016



Vielen Dank an den Mantikor Verlag für das Rezensionsexemplar!


Klappentext


Der Thron ist sein…
Elric entstammt einem Geschlecht von mächtigen und erbarmungslosen Kriegern. Seit Jahrtausenden herrschen sie über die finsteren Dracheninseln. Einst verliehen ihnen Götter übernatürliche Kräfte, doch nun scheinen die glorreichen Tage seines Herrscherhauses vorüber zu sein. Elric selbst ist schwach. Nur Opiate und Magie halten den blutarmen Prinzen am Leben. Als seine Herrschaft in Gefahr gerät, geht Elric einen schicksalhaften Pakt ein: das magische Schwert „Sturmbringer“ verleiht ihm unvorstellbare Kräfte, doch es verbirgt auch eine dunkle Macht, die mehr und mehr von Elrics Geist in Besitz nimmt…


Meine Meinung


Die erste Geschichte über Elric, den Herrscher über die Dracheninsel Melniboné, erschien erstmals 1961 unter dem Titel The Stealer of Souls. Mit Elric - der Blutthron erscheint der erste Band der Elric Saga in neuer Übersetzung und mit Zusatzmaterialen wie zum Beispiel dem Skript zum Graphic Novel und einem Interview mit Michael Moorcock. Für Fans der Elric-Saga sicherlich sehr interessant. Im Zuge einer Leserunde bei Lovelybooks bin ich in den Genuss dieser Geschichte gekommen und nach dem Lesen kann ich die lobenden Worte aus den Vorworten sehr gut nachvollziehen. Aus diesen erfuhr ich auch, dass Elric prägend für die Rolle des tragischen Heldens in der fantastischen Literatur war und ist. 

Elric ist ein Albino und kann nur mit regelmäßigem Konsum von Drogen körperlich stark bleiben. Elric unterscheidet sich aber nicht nur äußerlich von seinem Volk,  er erfreut sich auch nicht an den gleichen Grausamkeiten. Sein Vetter Yyrkoon stellt Elrics Herrscheranspruch in Frage, da Elric sich von den vorherigen Herrrschern stark unterscheidet und Yyrkoons Ansicht nach, das Reich der Melnibonéer in den Untergang führen wird. Cyromil, Elrics Verlobte, und Dyvim Tvar, der Herr der Drachenhöhlen, sind Elrics einzige Freunde, die ihn und seine moralischen Gedanken zwar nicht verstehen, aber vollkommen hinter ihm stehen. Elric und Yyrkoon sind als Drachenprinzen Zauberer und können die verschiedenen Dämonen, Elementarwesen und die Chaosfürsten selbst beschwören, die ihnen helfen, dafür aber auch einen Preis fordern. Für eine Aufgabe muss Elric den Obersten der Chaosfürsten, Arioch, beschwören und wird damit zum Spielball zwischen den Fürsten der Ordnung und des Chaos.

Elric würde ich folgendermaßen beschreiben: leidend, einsam, melancholisch, wütend, hassend, liebend, voller Selbstzweifel, mit sich und der Welt im Unreinen ... "der ewige, tragische Held". Ich fand ihn faszinierend. Er ist vielschichtig und eine verlorene Seele, die den richtigen Platz für sich und sein Volk sucht. Es ist sicherlich interessant zu erfahren, wie er sich in den nachfolgenden Bänden entwickelt; und wie sein Leben bei dem ihm vorbestimmten Schicksal verläuft.

Das Multiversum, in der Elrics Geschichte angesiedelt ist, ist sehr komplex aufgebaut. Die Welt besteht aus mehreren Dimensionen/Ebenen; Chaos und Ordnung stehen im Kampf miteinander und Elric wird zur Schlüsselfigur. 
Das Tempo der Geschichte ist sehr zügig. Die Hauptgeschichte wird kontinuierlich verfolgt, es gibt keine Nebengeschichte. Manchmal wirkte die Geschichte etwas gehetzt auf mich, aber das tut der Spannung keinen Abbruch.


Bewertung


Die Saga von Elric gehört zu den Klassikern des Fantasygenre und ich habe den ersten Band verschlungen.


 

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