{rezension} Brombeerwinter

Autor: Sarah Jio
Verlag: Diana Verlag
Einband: Taschenbuch
Seiten: 349
Sprache: deutsch
ISBN: 978-3-423-35792-1




Erster Satz


"Ein eisiger Wind pfiff durch das Gebälk im Dachgeschoss, und ich zog fröstelnd meine grauwollene Strickjacke enger um mich."

 

Klappentext


Die Journalistin Claire Aldridge traut ihren Augen kaum: Es ist Mai, die Brombeeren blühen schon, doch vor ihrem Fenster tobt ein Schneesturm. Das gab es in Seattle zuletzt vor achtzig Jahren. Bei ihren Recherchen stößt Claire auf die Geschichte eines kleinen Jungen, der in dem Unwetter damals spurlos verschwand. Sein Schicksal lässt sie nicht mehr los, denn auch sie muss einen tragischen Verlust verwinden. Immer tiefer taucht Claire in die Vergangenheit ein und ahnt noch nicht, wie sehr diese Spurensuche auch ihre eigene Zukunft bestimmen wird ...
 


Meine Meinung


Das Buch spielt in zwei Zeiten. Vera lebt im Jahre 1933. Sie ist alleinerziehend und muss ihren dreijährigen Sohn Daniel nachts allein in ihrer Wohnung lassen, damit sie zur Arbeit kann. Obwohl ihr das sehr schwer fällt, ist sie zur Zeit der Wirtschaftskrise froh, überhaupt ein wenig Geld zu verdienen, um sich und ihren Sohn über die Runden zu bekommen. Eines Morgens kommt sie jedoch nach Hause und findet die Wohnung verlassen vor. Verzweifelt versucht sie ihren kleinen Daniel zu finden.
Claire lebt im Jahre 2010. Sie arbeitet als Redakteurin und bekommt von ihrem Chef die Aufgabe, eine Story zum Brombeerwinter 1933 zu schreiben, da dieses Wetterphänomen sehr selten ist. Mit wenig Elan geht sie an die Sache ran, doch als sie von dem verschwundenen Daniel erfährt, der nie gefunden wurde, ist ihr Interesse geweckt. 

Das Buch hat mich überrascht. Der Schreibstil von Sarah Jio zieht einen richtig in die Geschichte rein. Obwohl man von Anfang an weiß, dass Daniel nie gefunden wurde, ist es sehr spannend Vera bei ihrer Suche zu verfolgen. Die Dinge, die sie macht, obwohl sie gar nicht der Typ dafür ist, zeigen mir überzeugend, wie viel eine verzweifelte Mutter für ihr Kind tun würde. Claire hat selbst einen schweren Schicksalsschlag erlebt und sich sehr zurückgezogen. Durch ihre Recherchen wacht sie auf und erkennt, dass ihre Ehe stärkere Probleme hat und sie nicht erwarten kann, dass alles von ihrem Mann kommt. Beide Frauen machen eine Entwicklung, die nachvollziehbar ist und auch die anderen Personen, sind so gut beschrieben, dass man als Leser sehr schnell einen Eindruck von ihnen gewinnen kann. Auch von solchen, die nur auf wenigen Seiten auftauchen.
 


Bewertung 




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