{rezension} Angel Eyes - Zwischen Himmel und Hölle

Angel Eyes - Zwischen Himmel und Hölle Autor: Lisa Desrochers
Verlag: Rowohlt Verlag
Einband: Gebunden
Seiten: 382
Sprache: deutsch
ISBN: 978-3-862-52006-0 

Reihe: Angel Eyes, Band 1
Weitere Titel der Reihe: (2) Im Bann der Dunkelheit; (3) Last Rite (engl.)


Erster Satz


"Sollte es eine Hölle auf Erden geben, dann ist es mit Sicherheit die Highschool."


Klappentext


Zwischen Himmel und Hölle liegt nur ein Herzschlag.
Als Frannie zum ersten Mal Luc begegnet, fehlen ihr die Worte. Dabei ist sie sonst nicht auf den Mund gefallen. Doch der Neue sihet einfach unverschämt gut aus: ein echter Draufgänger mit dunkler Aura - genau ihr Typ. Was Frannie nicht weiß: Luc ist ein Dämon mit besonderer Mission. Er soll ihre Seele für die Hölle sichern. Ddenn Frannie hat eine wertvolle Gabe, von der sie selbst nichts ahnt. Doch auch die himmlischen Mächte schicken einen Kandidaten ins Rennen: Gabe, einen attraktiven jungen Engel. Und ehe sie sich´s versieht, steht Frannie nicht nur zwischen zwei Männern, sondern auch im Zentrum eines uralten Kampfes ... 


Meine Meinung


Das Buch lag auch schon eine ganze Weile auf meinen SuB und hat sich richtig gefreut, endlich von mir gelesen zu werden.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Luc und Frannie erzählt. Da jedes Kapitel mit dem jeweiligen Namen überschrieben ist, tauchte beim Lesen keine Verwirrung auf. Da beide Personen für die Geschichte sehr wichtig sind, finde ich die abwechselnde Ich-Perspektive sehr gelungen.

Luc ist ein Dämon der Ersten Ebene und steht damit ziemlich hoch in der Dämonenrangfolge. Er arbeitet im Bereich der Akquisition. Heißt, er ermutigt Menschen ihren "Sünden" nachzugehen und markiert ihre Seele für die Hölle, sobald diese verdorben genug sind. Allerdings gibt es Regeln. "Freie" Seelen dürfen nicht verdorben werden, noch dürfen Menschen zu Taten gezwungen werden, die sie aus eigenen Antrieb nie begehen würden. Dies ist auch sein Problem des aktuellen Auftrages. Frannies Seele soll für die Hölle markiert werden, allerdings ist ihre Seele noch frei und Sünden sind nicht in Sicht. Weswegen Frannies Seele markiert werden soll, ist Luc nicht bekannt. Er macht sich zwar so seine Gedanken, aber Job ist Job und da die Höchststrafe auf Versagen steht, probiert er so einige Strategien aus. 
Dass Frannies Seele sehr wichtig ist, erkennt man spätestens daran, dass Gabe geschickt wird - ein Engel. Gabe soll Frannies Seele für den Himmel markieren, aber obwohl ihre Seele rein ist, kann er dies erst tun, wenn Frannie ein Ereignis aus der Vergangenheit verarbeitet hat und sich selbst verzeiht. 
Frannie stammt aus einer sehr religiösen Familie, hat aber selber ihren Glauben durch ein vergangenes Ereignis verloren. Nachdem sie kurz hintereinander Luc und Gabe kennenlernt, steht sie zwischen zwei Männern. Beide sind sehr gutaussehend und sprechen Frannie auf ihre Art an: "Meine Gefühle für Gabe sind tief und stark. Die für Luc wild und ungezähmt." (S. 174f.) Da man Luc durch die Ich-Perspektive viel besser kennenlernt als Gabe, hoffte ich natürlich, dass sich Frannie für Luc entscheidet. Hätte die Autorin auch noch Gabe als Ich-Erzähler hinzugenommen, wäre mir die Wahl vielleicht schwerer gefallen. Allgemein hatte ich mir die Abneigung zwischen Engeln und Dämonen stärker vorgestellt. Ja, es wurde deutlich, dass die beiden sich nicht mögen, aber ein richtiger Streit oder der Versuch den anderen bei Frannie schlecht zu machen, blieb aus. Auch der - ich sag mal - Kampfesgeist von Gabe schien nicht wirklich ausgeprägt. Irgendwie hatte ich das Gefühl er lässt Luc ziemlich viel Freiraum und greift nicht ein. 

Die Charaktere waren ansonsten sehr gut ausgearbeitet. Die Nebencharaktere waren nicht nur da, sondern spielten auch eine Rolle. Gabe hat - wie schon erwähnt - in meinen Augen zu wenig Raum bekommen, um sich dem Leser vorzustellen und ihn für sich einzunehmen. Aber die Gefühlswelt und Entwicklung von Frannie und Luc waren sehr schön ausgearbeitet und für mich nachvollziehbar.

Was mir auch gefiel, war die Idee Gefühlen einen spezifischen Geruch zu geben - Zitrone für Angst, Anis für Neid und Eifersucht, etc. So war es einfach zu verstehen, wie Luc die Gefühle der Personen erkennt und wie er weiß, wen er gut benutzen kann.

Allerdings war mir sehr schnell klar, für wen Frannie sich am Ende entscheiden wird. Das hat die Spannung genommen und so hat sich nur noch die Frage gestellt, von wem sie letztendlich markiert wird: Hölle oder Himmel? Kann Frannie sich verzeihen oder wird sie von der Sünde verführt? 
Trotz der nur leicht ausgeprägten Spannung und den vielen mit Klischees (z. B. die Wohnungen und die Einrichtung von Gabe und Luc), konnte mich das Buch gut unterhalten.
  


Bewertung



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