{rezension} Das Flüstern des Blutes

Autor: Christine Feehan
Verlag: Bastei Lübbe
Einband: Taschenbuch
Seiten: 495
Sprache: deutsch
ISBN: 978-3-404-17022-7



Reihe: Die Karpathianer-Legenden
Band: 24


Erster Satz


"Nebelschleier umwaberten die Bäume"


Klappentext

 
Nach Jahrhunderten der Gefangenschaft ist die Karpatianerin Tatijana endlich frei. Nie wieder will sie sich einschränken lassen. Doch als sie einem Mann mit eisblauen Augen begegnet, ändert sich alles. Kann sie den Fesseln der Leidenschaft entkommen? Will sie es überhaupt?
Fenris ist jahrhundertelang allein gewesen. Er ist ein Ausgestoßener, wird gehasst und gejagt. Erst als er eine Frau mit Haaren wie Feuer trifft, endet seine Einsamkeit. Doch darf er sie lieben, wenn seine bloße Anwesenheit ihr Leben in Gefahr bringt?


Meine Meinung


Das Flüstern des Blutes ist der 24. Band der Karpathianer Legenden. Ich habe mit 15 Jahren den dritten Band auf einem Flohmarkt gefunden und nach dem Lesen mit der Reihe begonnen. Vor zwei Jahren habe ich dann aufgehört zu lesen, weil ich einfach eine Pause brauchte. Trotzdem wusste ich schon damals, dass ich weiterlesen würde, einfach weil es noch so viele Männer  und Frauen gibt, deren Geschichte ich lesen will. Seid dem siebten Band fiebere ich zum Beispiel der Geschichte von Skyler entgegen (Band 25).

Was sind Karpathianer?
Karpathianer sind "gute Vampire". Sie leben hunderte von Jahren und trinken Blut, aber sie töten dabei nicht. Nach ca. 200 Jahren verlieren die Männer die Fähigkeit Gefühle zu spüren und Farben zu sehen. Und sind der Gefahr ausgesetzt ihre Seele aufzugeben für kurze Gefühlsrausche. Dabei werden sie dann zu blutrünstigen Vampiren. Die Karpathianer vernichten Vampire und sind auf der Suche nach ihrer Seelengefährtin. Nur durch diese können sie wieder Gefühle haben und Farben sehen. Und sind sicher vorm Vampirdasein.
In den letzten Bänden sind noch weitere "Wesen" aufgetaucht: Leopardenmenschen, Lykaner und Magier.
Jedes Buch der Reihe erzählt die Geschichte von einem Karpathianer und wie er seine Seelengefährtin findet. Dabei haben sie immer Gegner, die versuchen einen von beiden zu töten und dann muss die Seelengefährtin, die in den meisten Bänden ein unwissender Mensch ist, noch davon überzeugt werden, dass sie zum jeweiligen Karpathianer gehört. Durch die Bände hinweg entwickelt sich eine größere Verschwörung. In jedem Band wird Neues aufgedeckt und endet in irgendeinem Band im großen Finale. 

Das Flüstern des Blutes erzählt die Liebesgeschichte von Tatijana und Fenris. Tatijana lernte man in einem vorhergehendem Band kennen. Sie ist die Tochter von einem sehr bösen Magier, der sie und ihre Schwester Branislava hunderte Jahre im Eis gefangen hielt. Nach ihrer Befreiung trifft sie auf Fenris Dalka, einem Karpathianer, dessen Blut mit Lykanerblut gemischt ist und der sich deswegen von seiner Spezies fernhält. Die Lykaner töten jeden Mischling und Fenris hat Angst davor, wie die Karpathianer reagieren werden, wenn sie von seinem gemischten Blut erfahren. Und mit dieser Problematik hat die Autorin das nächste Grundproblem für die folgenden Bände aufgeworfen.
Während Fenris und Tatijana sich kennenlernen und ineinander verlieben, haben sie mit weiteren Problemen zu kämpfen. Zwei "Sange Rau" (Vampir-Werwolf-Mischling) und ihr riesiges Werwolfrudel (böse Lykaner) machen Jagd auf sie und den karpathianischen Prinzen. Des Weiteren sind die Elitekämpfer der Lykaner eingetroffen, welche dem Werwolfrudel gefolgt sind und Fenris sofort töten würden, wenn sie die Wahrheit über ihn erfahren. Genug Probleme für eine spannende Story.
Fenris ist etwas anders als die karpathianischen Männern und zählt zu meinen Lieblingen. Er ist im Gegensatz zu anderen etwas weniger machohaft und sein Beschützerinstinkt gegenüber Tatijana ist zwar stark, aber nicht so überaus nervtötend wie bei anderen. Was bei mir schon mal direkt Pluspunkte gab. Tatijana ist gebürtige Karpathianerin und eine Kämpfernatur. Sie ist von ihren Erlebnissen traumatisiert, aber ist eine starke Persönlichkeit, die sich ihrem Trauma stellt, um ihren Seelengefährten und andere zu retten. Sie zählt zwar nicht zu meinen Lieblingsfrauen, aber ich mochte sie. 

Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön. Sie beschreibt Landschaften und Personen sehr genau, sodass man sich alles sehr gut bildhaft vorstellen kann. Was mir nicht gefiel, waren die ständigen Liebeserklärungen, die immer das gleiche beinhalteten. Sie verdeutlichen die Gefühle zwar sehr gut, aber irgendwann nervt es dann doch. Die sehr ausführlichen beschriebenen Liebesnächte waren im Gegensatz zu den ersten Bänden seltener zu finden. Wenn ich richtig gezählt habe fünf Stück. Was für mich positiv war. In den ersten Bänden las man dies in fast jedem Kapitel. Also prüde sollte man als Leser nicht sein.
Und man lernt in jedem Band weitere Karpathianer oder Frauen kennen, die einen auf ihre Geschichte neugierig machen.


Bewertung


 

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