Donnerstag, September 17, 2020

Einstein - Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit

𝑊𝑒𝑟𝑏𝑢𝑛𝑔 | 𝑅𝑒𝑧𝑒𝑛𝑠𝑖𝑜𝑛𝑠𝑒𝑥𝑒𝑚𝑝𝑙𝑎𝑟 | 𝟧 𝐿𝑖𝑙𝑖𝑒𝑛
  Mäuseabenteuer 4 | Torben Kuhlmann | 128 Seiten | NordSüd Verlag | Kinderbuch

𝓕𝓪𝔃𝓲𝓽 Die kleine Maus verfolgt wieder eine interessante Frage und bringt einem die Zeit und Einstein näher. Schöne Illustrationen bereichern die Geschichte.
 
𝓚𝓵𝓪𝓹𝓹𝓮𝓷𝓽𝓮𝔁𝓽  Jetzt hat die kleine Maus doch wirklich das große Käsefest in Bern verpasst! Genau einen Tag ist sie zu spät gekommen. Wie konnte das passieren? Die Maus beginnt, sich mit dem Thema Zeit zu beschäftigen. Egal, wie viel sie lernt, eine Frage bleibt: Lässt sich die Zeit anhalten oder sogar zurückdrehen? Nach vielen vergeblichen Versuchen gelingt es der Maus durch ihren Erfindungsgeist und die Aufzeichnungen eines gewissen Albert Einstein, in die Vergangenheit zu reisen. Doch Zeitreisen will gelernt sein, und die Maus verfehlt ihr Ziel um knapp 80 Jahre. Wie soll sie jemals wieder in ihre eigene Zeit zurückkehren? Dann aber hat sie Glück im Unglück, denn jemand kreuzt ihren Weg, der wenig später unsere Vorstellung von Raum und Zeit auf den Kopf stellen sollte… 
 
𝓜𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓜𝓮𝓲𝓷𝓾𝓷𝓰 

Ich liebe die Mäuseabenteuer! Nicht nur, weil sie Kindern und mir spannende Entdeckungen der Menschheit auf eine tolle Art und Weise näherbringen, sondern auch, weil die Mischung aus Text und Bildergeschichte eine ganz andere Art des Lesens ist. Es wird nicht nur vorgelesen, sondern durch die Bilder können auch selbst Textabschnitte entworfen werden. Mal werden sie kurz und knapp, ein anderes Mal bringt die Fantasie der Kinder unglaublich viele Details rein. 

Einstein und die Relativitätstheorie - ich war gespannt, wie diese in einem Kinderbuch aufgegriffen wird und fand es hier sehr schön gemacht. Die Abenteuer der Maus stehen hier natürlich im Vordergrund. Und doch lädt das Buch zum Philosophieren mit Kindern ein. Es geht um die grundsätzliche Frage, wie man Zeit misst und wie man diese empfindet. Kindgerechte Fragen, die man auch abseits der Geschichte mit den Kindern diskutieren kann.

Für die Großen ist am Ende des Buches eine einfache Erklärung der Theorie zu finden, um grundsätzliches darüber zu verstehen. Auch die Biografie von Einstein wurde nicht vergessen.


𝓟𝓵𝓸𝓽 🌸🌸🌸🌸
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𝓛𝓮𝓼𝓮𝓿𝓮𝓻𝓰𝓷𝓾̈𝓰𝓮𝓷 🌸🌸🌸🌸🌸
𝓢𝓬𝓱𝓻𝓮𝓲𝓫𝓼𝓽𝓲𝓵 🌸🌸🌸🌸🌸

Mittwoch, August 12, 2020

Cover Theme Day ~20~

eine Aktion von Charleens Traumbibliothek

Jeden Mittwoch stellt Charleen eine Aufgabe, zu der ein passendes Cover gefunden werden soll. Heute muss ein Buch gefunden werden, dessen Titel mit W beginnt. Dafür bin ich meine Wunschliste durchgegangen und auf die Luna-Chroniken gestoßen. Eine Reihe, bei der ich immer noch nicht über den ersten Band gekommen bin. Obwohl dieser mir sehr gefallen hat. Deswegen zeige ich euch heute Band 2.
Habt ihr die Reihe schon gelesen?
Marissa Meyer: Wie Blut so rot
Klappentext: Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles - von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer - Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde.

Dienstag, August 11, 2020

Die Drachenreiter von Mera 2: Tödlicher Nebel

𝟧 𝐿𝑖𝑙𝑖𝑒𝑛 | Die Drachenreiter von Mera 2 | Sonja Röhm-Reimann | 542 Seiten | Selfpublish | ab 16 Jahren
 
𝓕𝓪𝔃𝓲𝓽 Im zweiten Teil bleibt es spannend und die Welt von Mera wird einem noch näher gebracht. Für mich eine gelungene Fortsetzung. 
 
𝓚𝓵𝓪𝓹𝓹𝓮𝓷𝓽𝓮𝔁𝓽 Karin erholt sich langsam von den Ereignissen in Elnamira und nimmt ihre Ausbildung zur Drachenreiterin wieder auf. Doch die Drachenreiter finden keinen Frieden. Nachdem die Prophezeiung des Großen Drachen in Erfüllung gegangen ist, verdichten sich die Hinweise auf eine drohende Gefahr. Dann geschieht das Undenkbare und die Drachenreiter müssen plötzlich um ihr Überleben kämpfen. Aber woher kommen die Fremden, die sie angreifen? Und was haben Gar und die mysteriösen Vorgänge in der roten Wüste damit zu tun? Während die Drachenreiter in den Weiten der Wüste nach Antworten suchen, braut sich eine weitere tödliche Gefahr für sie zusammen …
 
𝓜𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓜𝓮𝓲𝓷𝓾𝓷𝓰 
Die Geschichte setzt direkt am Ende des ersten Bandes an und im ersten Moment hätte ich mir eine kleine Zusammenfassung des ersten Bandes gewünscht. Es war ja doch ein Weilchen her, seitdem ich das gelesen habe. Aber ich habe mich schnell wieder in die Geschichte hineinfinden können.

Im ersten Band hatte ich sehr starke Probleme mit der Moral und den Gesetzen der Drachenreiter. Und auch im zweiten Band kann ich nicht sagen, dass das ein Volk ist, bei dem ich leben würde wollen. Ihre Strafen sind grausam. Hier in Deutschland würde das wahrscheinlich als physische und psychische Gewalt gewertet werden. Daher empfehle ich die Reihe weiterhin nur Lesern ab 16 Jahren, die mit solchen Szenen kein Problem haben. Trotzdem macht genau diese Drachenreiterkultur und Karins Einfinden in diese das Buch spannend. Und im Gegensatz zum ersten Band verletzt Karin deutlich weniger Regeln und ich hatte das Gefühl, dass die Drachenreiter milder mit ihr umgegangen sind.

Nach den Geschehnissen in Elnamira hatte ich mich erst gewundert, dass die Massenvergewaltigung nicht mehr aufgegriffen wurde. Bis Karin dann „endlich“ Symptome zeigte und ihr geholfen wurde. Auch wenn ich die Therapie wieder sehr fragwürdig fand.

Im weiteren Verlauf liegt der Schwerpunkt auf den Beziehungen der Drachenreiter untereinander und wie Karin sich weiter in die Drachengemeinschaft einfügt. Die Welt von Mera bekommt mehr Tiefe, dadurch dass wir mehr von anderen Völkern erfahren. Stück für Stück werden dann Probleme offenbart, die das Leben aller gefährden. Fragen aus dem ersten Band werden beantwortet und neue aufgeworfen.

Von Schreibstil war alles wieder toll miteinander verwoben und man liest die Geschichte in einem Rutsch ohne irgendwann aus einer Szene grob rausgerissen zu werden. Und auch bei Zeitsprüngen sind die Übergänge schön dargestellt.

Ich hatte wieder sehr viel Spaß beim Lesen und freue mich auf Band 3. Insbesondere bin ich sehr neugierig darauf, wie Karin sich entscheiden wird, wenn sie ein Tor in ihre Welt finden sollte. Bleibt sie bei ihrem Drachen und ihrem neuen Leben und kehrt sie zurück in unsere Welt und zu ihrer Familie?


𝓟𝓵𝓸𝓽 🌸🌸🌸🌸🌸
𝓒𝓱𝓪𝓻𝓪𝓴𝓽𝓮𝓻𝓮 🌸🌸🌸🌸
𝓢𝓹𝓪𝓷𝓷𝓾𝓷𝓰 🌸🌸🌸🌸
𝓛𝓮𝓼𝓮𝓿𝓮𝓻𝓰𝓷𝓾̈𝓰𝓮𝓷 🌸🌸🌸🌸🌸
𝓢𝓬𝓱𝓻𝓮𝓲𝓫𝓼𝓽𝓲𝓵 🌸🌸🌸🌸🌸
 
Die Reihe:
2. Tödlicher Nebel
3. Das Eisenvolk

Sonntag, August 09, 2020

Ebony - Todesangst im Prinzenwahn

𝟦 𝐿𝑖𝑙𝑖𝑒𝑛 | Einzelband | Emilia Cedwig | 236 Seiten | Selfpublish |
 
𝓕𝓪𝔃𝓲𝓽 Hier bekommen wir eine Schneewittchen-Adaption, die am Ende des Originalmärchens einsetzt und  mit neuen Ideen und überraschenden Erkenntnissen punkten kann. Leider bleiben am Ende jedoch Fragen offen.
𝓚𝓵𝓪𝓹𝓹𝓮𝓷𝓽𝓮𝔁𝓽 Welches blauäugige Mädchen mit ebenholzfarbenem Haar träumt nicht davon, von einem gut aussehenden Prinzen aus einem gläsernen Sarg befreit zu werden? Doch mein Schicksal hat einen anderen Weg für mich vorgesehen. Als ich erwache, dringt durch die dichten Baumkronen über mir zwar Sonnenschein, aber ich liege in einem frisch ausgehobenen Grab. Mein Kleid ist zerrissen, meine Stirn schmerzt – und was noch viel schlimmer ist: Um mein Grab herum hat offensichtlich eine Schlacht stattgefunden. Angst steigt in mir auf, denn das ist nicht das wahre Märchen. Hier geht es um Leben und Tod. Woher kommt die rätselhafte Stimme und wer bin ich? Wird der Prinz mich retten, oder muss ich mein Schicksal selbst in die Hand nehmen?
 
𝓜𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓜𝓮𝓲𝓷𝓾𝓷𝓰 
Schneewittchen ist ein Märchen, welches ich nicht so gerne mag. Ich glaube, dass liegt ganz allein daran, weil ich immer die Disney-Verfilmung im Kopf habe. Diese gefiel mir überhaupt nicht. Trotzdem reizte mich der Klappentext von "Ebony". Was wäre, wenn kein strahlender Prinz am Glassarg wartet, sondern nur Leichen die Lichtung füllen? Und zusätzlich die junge Frau ihr Gedächtnis verloren hat? Ist sie überhaupt Schneewittchen oder nur jemand der bei der Schlacht dabei war? Auf die Rätselslösung war ich sehr gespannt. Besonders weil eine Stimme ihr aus brenzligen Situationen hilft. 

Der Verlauf der Geschichte gefiel mir gut. Es gibt viele Objekte und Personen aus dem Originalmärchen, aber da wir ja am Ende des Originals in die Geschichte eintauchen, haben wir hier keine reine Neuerzählung, sondern es gibt unzählige neue Elemente und Ideen. Und dadurch wird die Geschichte spannend. Eben weil es anders abläuft als im Original und trotzdem ein großer Bezug da ist. 
Trotzdem hab es ein Problemchen für mich: Es wurde teilweise wenig erklärt. Die jungen Männer, die unsere Prota trifft und die ihr den Namen Ebony geben, haben eine spannende Herkunft und es gibt anscheinend besondere Wesen, die von ihnen befehligt werden, aber mehr als eine Erwähnung dessen, bekam ich nicht. Und am Ende dachte ich, dass mir Seiten fehlen würden. Der Schluss kam sehr plötzlich und mir fehlte die Erklärung, was da denn jetzt passiert war. 

Lässt man das außer Acht, hatte ich jedoch Spaß mit der Geschichte und vor allem mit den Ideen die das Autorenduo hier eingebaut haben. Insbesondere die "Stimme" machte mich neugierig. Insgesamt waren die Charaktere interessant gestaltet. Der Schwerpunkt liegt zwar eindeutig auf Ebony, aber trotzdem hat man Lust die anderen kennenzulernen. Inbesondere die ganzen Prinzen. Zum Mitverlieben reichte es allerdings nicht.
 
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𝓒𝓱𝓪𝓻𝓪𝓴𝓽𝓮𝓻𝓮 🌸🌸🌸🌸
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Donnerstag, August 06, 2020

Katharina von Aragon - Die wahre Königin

𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘 | ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟𝕤𝕖𝕩𝕖𝕞𝕡𝕝𝕒𝕣 | 𝟝 𝕃𝕚𝕝𝕚𝕖𝕟
  Die Tudor-Königinnen 1 | Alison Weir | 896 Seiten | Ullstein Buchverlage |

Fazit: Ein spannender und auch lehrreicher Roman, der dem Leser Katharina von Aragón und ihr Leben näherbringt.
𝓚𝓵𝓪𝓹𝓹𝓮𝓷𝓽𝓮𝔁𝓽 Das tragische Leben der ersten Frau von König Heinrich VIII.
England, 1501: Im Alter von 16 Jahren kommt die spanische Prinzessin Katharina von Aragón nach England, zunächst um Prinz Arthur zu heiraten, der jedoch kurz darauf stirbt. Sofort wird sie mit dem Thronerben verlobt: Prinz Heinrich. Was zunächst nach einer glücklichen Vermählung aussieht, wird schnell zum Alptraum für die junge Frau. Bald kursieren Gerüchte über König Heinrichs Affäre mit dem Hoffräulein Anne Boleyn. Katharina muss nun stark sein und kämpfen: für ihre Ehre, die Zukunft, für die Liebe.

𝓜𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓜𝓮𝓲𝓷𝓾𝓷𝓰 
“Divorced, Beheaded, Died, Divorced, Beheaded, Survived” – ein Spruch, der für Heinrich VIII. steht und zeigt, wie das Leben seiner Frauen enden wird. Alison Weir hat sich in ihrer Reihe „Die Tudor-Königinnen (engl. Six Tudor Queens)“ dem Leben der sechs Frauen von Heinrich VIII. gewidmet. Im ersten Band folgen wir Katharina von Aragon nach England. Erleben wie sie nach Arthurs Tod, ihrem ersten Gemahl, vom englischen König behandelt wird und wie sich mit der Krönung Heinrichs ihr Leben endlich wieder hoffnungsvolleren Tagen zuwendet. Wer sich in Geschichte auskennt, weiß allerdings, dass diese glücklichen Tage nicht ewig halten werden.

Die komplette Geschichte wird aus Katharinas Sicht geschrieben und das bedeutet auch, dass wir Leser  wirklich nur erfahren, was sie auch – nach Ansicht der Autorin – hätte wissen können. Da ich natürlich wusste, wer Anne Boleyn ist, haben mich Szenen mit oder über sie, mitgenommen, da Katharina lange im Unwissen darüber war, was ihr Mann im Bezug auf Frauen treibt.

Katharina kennen zu lernen, fand ich sehr spannend. Die Autorin legt ihr nicht irgendwelche Worte und Handlungen in den Mund, sondern orientiert sich an historischen Erkenntnissen und an Briefen, die sie geschrieben und erhalten hat. Diese sind teilweise zitiert und zur besseren Lesbarkeit leicht an unsere Sprache angepasst worden. Das macht die Geschichte sehr authentisch. Katharina hat mich sehr beeindruckt. Eine Frau, die ihren König bis zum Tod treu bleibt und nur in Gewissensfragen aufbegehrt. Eine starke Frau, bei allem, was man ihr im Laufe des Lebens antut.

Der Schreib- und Erzählstil hat mir gut gefallen. Er ist sehr klar und es wird großen Wert da rauf gelegt, dass die Leser Handlungen und Entscheidungen von Katharina verstehen können. Das 16. Jahrhundert ist nun mal eine andere Zeit mit einem anderen Schwerpunkt an Werten. Und besonders weil Katharina mit einem kurzen Satz ihr ganzen Leben hätte angenehmer gestalten können, habe ich nun nach dem Lesen das Gefühl zu verstehen, warum sie diesen niemals hätte aussprechen können.

Ich freue mich nun sehr auf den zweiten Band. Anne Boleyn kommt sehr negativ rüber und ich bin wirklich gespannt, ob ich für sie, wenn ihre Sicht der Dinge kennenlerne, irgendwelche Sympathien entwickeln kann.

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𝓒𝓱𝓪𝓻𝓪𝓴𝓽𝓮𝓻𝓮 🌸🌸🌸🌸🌸
𝓛𝓮𝓼𝓮𝓿𝓮𝓻𝓰𝓷𝓾̈𝓰𝓮𝓷 🌸🌸🌸🌸🌸
𝓢𝓬𝓱𝓻𝓮𝓲𝓫𝓼𝓽𝓲𝓵 🌸🌸🌸🌸🌸


Die Reihe:
  1. Katherine von Aragon: Die wahre Königin (The True Queen)
  2. Anne Boleyn: Die Mutter der Königin (A King's Obsession)
  3. Jane Seymour: The Haunted Queen
  4. Anna of Kleve: Queen of Secrets
  5. ...

Montag, August 03, 2020

Royal Guardians

Sie sind brandgefährlich und das bestgehütete Geheimnis des British Empire.
Sie haben ihr Leben der Krone verschrieben, kein Opfer ist ihnen dafür zu groß.
Wer es wagen sollte, die Königsfamilie zu bedrohen, wird dies bereuen.
Sie sind die Royal Guardians.
Damals, wie auch heute.

So startet die Einleitung zur dreiteiligen Reihe der Royal Guardians. Eine Reihe, in der drei Autorinnen jeweils einen Band beisteuern. Die Liebesgeschichten sind nicht nur spannend, sondern enthalten alle auch explizite Szenen. Ebenfalls können die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden. Trotzdem empfehle ich die Reihenfolge, wenn man alle drei Bücher lesen möchte, da Personen aus den vorherigen Bänden auftauchen und so überraschende Wendungen der Plots verraten werden.

Hintergrundbild: Pixabay

(1) Gestartet wird mir Jasons Geschichte aus der Feder von Veronika Engler.

Mehrere Anschläge versetzen das britische Königshaus in Angst und Schrecken. Daher dauert es nicht lange, bis Jason Phoenix, langjähriges Mitglied der Royal Guardians, einen neuen Auftrag erhält. Sein Job: die Aufklärung und Beseitigung dieser Bedrohung, lässt ihn schließlich auf eine unerwartete Spur stoßen. Aber was hat diese junge rothaarige Architektin damit zu tun, die ihm das Schicksal vor die Nase gesetzt hat? Und wie soll er ihrer Anziehungskraft widerstehen, um seinen Auftrag nicht zu gefährden?

𝓜𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓜𝓮𝓲𝓷𝓾𝓷𝓰 🌸🌸🌸 Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jason und Ruby erzählt. Oft wird mitten in einer Szene die Perspektive gewechselt, aber nie so, dass es verwirrend war. Mir gefiel es, weil ich so die Gedankengänge/Gefühle beider Personen nachvollziehen konnte. Den Plot fand ich prinzipiell gut. Auch wenn ich anfangs sehr verwirrt darüber war, wie Jason zum Schluss kommt, dass die Vorfälle zusammenhängen und eine größere Gefahr für die Königsfamilie am entstehen ist. Es wurde mir zuviel mit Intuition begründet. Klar, wenn er lange in dem Job arbeitet, ist es wichtig auf das Bauchgefühl zu hören. Mir haben etwas die Fakten gefehlt. Auch gab es da eine Stelle kurz vor dem Höhepunkt, bei der ich dachte, ich hätte ausversehen Seiten überblättert. So plötzlich stritten sich Ruby und Jason. Die Auflösung am Ende ging mir  zu schnell. Ich selbst durfte gar nicht wirklich miträtseln.
Die Liebesgeschichte zwischen ihm und Ruby fand ich schön. Wie oft in dem Genre ist es zwar Liebe/Verlangen auf den ersten Blick, aber je mehr ich in dem Genre lese, desto weniger stört es mich. Allerdings war sie mir  zu oberflächlich. Ich glaube, dass kam davon, weil Jason Charakter für mich zu oberflächlich blieb. Ich erfuhr so wenig von ihm.


(2) Amanda Frost erzählt uns die Geschichte von Logan.

Nach dem gewaltsamen Tod seiner kleinen Schwester tritt Logan Reece einer der gefährlichsten Spezialeinheiten der Welt bei, dem britischen SAS. Als er jedoch wegen einer vermeintlichen Affäre vom Dienst suspendiert wird, erhält er überraschenderweise einen Auftrag der Royal Guardians. Dass ausgerechnet Chelsea Attenborough, die aufsässige Enkelin der Queen, sein Schützling sein soll, widerstrebt ihm. Recht schnell begreift er jedoch, in welcher Gefahr die junge Frau schwebt. So zögert er keine weitere Sekunde, sie unter Einsatz seines Lebens zu beschützen. Wenn die kleine Rebellin nur nicht derart heiß wäre, denn unter gar keinen Umständen will er den gleichen Fehler ein zweites Mal begehen.

𝓜𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓜𝓮𝓲𝓷𝓾𝓷𝓰 🌸🌸🌸🌸 Auch diese Geschichte ist wieder abwechselnd aus der Sicht von Logan und Chelsea geschrieben. Logan ist wie Jason dominant, perfekt gebaut und sehr selbstsicher was seine Fähigkeiten betritt. Chelsea ist die Skandal-Person der Königsfamilie, die durch ihr Verhalten der Klatschpresse immer neue Storys liefert und das "Schwarze Schaf" darstellt. Mir gefiel, dass Logan sie zwar "heiß" findet, aber ihr Verhalten nicht. Dadurch, dass es nicht direkt zum Sex kommt, gefiel mir die Entwicklung der Beziehung. Den beiden wird Raum zum Kennenlernen gegeben und, dass sie ein Tabu ist, wird auch nicht einfach umgangen. 
Auch wenn es erotische Momente gibt, sind diese rarer gesäht, als im ersten Teil. Dadurch liegt der Fokus mehr auf der Gefahr, die auf Chelsea zukommt, was mir gefiel. Es ist spannend und Chelsea muss durch einige Situationen durch, die bei ihr eine große Charakterentwicklung auslösen.
Ebenfalls bekommen wir mehr Hintergrundinformationen zu den Royal Guardians allgemein. Und ich bin wirklich neugierig, ob ich im dritten Band endlich herausfinde, wer der Chef der Organisation ist. Noch tappe ich im Dunkeln.
Der Schreib-/Erzählstil war sehr flüssig und man kommt gut durch die Geschichte, auch wenn Gedanken oft wiederholt werden. Es gab nur sehr wenige Szenen, die mich stutzen ließen und bei der ich einfach akzeptieren musste, dass hier Fiction über Realität steht. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass gewisse Dinge so in der Realität laufen würden.

(3) In Aidans Geschichte entführt uns Eva Maria Klima.

Kurz bevor Aidan einen neuen Auftrag erhält, stolpert ihm eine Frau in die Arme, die ihm gehörig den Kopf verdreht. Nach einem aufwühlenden Kuss lässt sie ihn jedoch einfach stehen. Als er Lydia wenig später auf einer privaten Veranstaltung antrifft, der die Führungsriege der englischen Mafia beiwohnt, muss er feststellen, dass auch sein royaler Schützling ein Auge auf die junge Schönheit geworfen hat. Während Aidan versucht, sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren, ahnt er nicht, dass Lydia ihre ganz eigenen Ziele verfolgt und sie damit beide in tödliche Gefahr bringt.

𝓜𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓜𝓮𝓲𝓷𝓾𝓷𝓰 🌸🌸🌸🌸 In Aidans Geschichte bekam ich nicht nur eine spannende Liebesgeschichte, sondern es wurde auch endlich verraten wer P.C. ist und es gab neue Hintergrundinformationen zu den Royal Guardians. Die Story kann immer wieder mit Wendungen punkten und gleichzeitig ist es einfach nicht vorhersehbar, ob Aidan und Lydia problemlos am Ende zusammen sein können, oder ob einer von beiden dafür seine Prinzipien verraten muss.
Aidan gefiel mir. Er war, was seinen Schützling betraf, lockerer als die anderen Guardians in ihren Büchern. Was ganz stark natürlich am Schützling lag, aber so war die Dynamik von den beiden toll und man hatte etwas anderes in der Buchreihe. Auch Lydia ist ein sehr interessanter Charakter, weil sie bewusst etwas "Schlechtes" tun will, um ihre Freiheit zu erlangen. Auch wenn ich in diesem Buch auch manchmal dachte, "Würde das in der Realität so laufen?", gefiel mir der Plot insgesamt.


Freitag, Juli 31, 2020

Anam Bri - Licht wo einst Dunkelheit

𝟛 𝕃𝕚𝕝𝕚𝕖𝕟 Anam Bri - Licht wo einst Dunkelheit| Delia Liebkur | 654 Seiten | Selfpublish | ab 16 Jahren |

Fazit: "Anam Bri" ist ein blutiger Fantasyroman, der erst nach einer zu langen Spannungspause zeigt, was wirklich in ihm steckt. Dann jedoch überzeugt er durch großartige Ideen und tollen Charakterentwicklungen.
𝓚𝓵𝓪𝓹𝓹𝓮𝓷𝓽𝓮𝔁𝓽 Nach Jahren der Suche hat der kriegsmüde Elitesoldat Amano endlich seine Schwester Ejdera wiedergefunden. Doch sie hat ihr inneres Leuchten verloren und ist nur noch eine emotions- und willenlose Hülle. Amano kann es sehen. Er ist ein Anam Bri, besitzt die Fähigkeit, die Lebenskraft und den Lebenswillen im Inneren der Menschen wahrzunehmen. Getrieben von einer Kindheitserinnerung sucht er in Dämmerend nach dem Sternenstein, in der Hoffnung, mit diesem Ejderas Leuchten neu zu entfachen. Doch dort wütet der Krieg. Die Eliteeinheit, der er einst den Rücken kehrte, trachtet mit allen Mitteln nach seinem Wissen über eine Waffe, die es vermag, Tausenden das innere Leuchten zu entreißen und den Krieg zu entscheiden …

𝓜𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓜𝓮𝓲𝓷𝓾𝓷𝓰
"Anam Bri" ist ein Fantasyroman, der mich immer wieder überraschen konnte, aber vor allem zu Beginn verwirrend war. Nur langsam fand ich mich in die Story ein. Dabei finde ich die Idee der Geschichte wahnsinnig gut. Mit Amano Sol begeben wir uns auf die Suche nach dem Sternenstein, der seine Schwester heilen soll. Ein Unterfangen, welches nicht nur daran zu scheitern droht, dass Amano gar keine Ahnung hat, wie der Stein funktioniert, sondern auch, weil sich Dämmerend im Krieg befindet und hochrangige Personen ganz andere Pläne mit Amano haben.

Anfangs begleitet der Erzähler nur Amano. Jedoch kommen im Laufe der Geschichte noch andere Figuren hinzu, aus deren Sicht wir die Geschehnisse erleben dürfen. Bis auf die Interfecto, die im Klappentext genannte Eliteeinheit, fand ich alle wichtigen Charaktere super gezeichnet. Auch wenn der Anführer wahnsinnig war, fehlte es mir an Erklärung, warum alle anderen Interfecto nichts gegen ihn unternahmen. Stattdessen lassen sie, ohne nachzuhaken, zu, dass er Zivilisten und die eigenen Leute foltert, um seine Pläne zu verwirklichen.

Nach einem starken Anfang zog sich das Buch. Erst ab Mitte des Buches fesselten mich die dortigen Wendungen an die Geschichte und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Bei einem über 600 Seiten dicken Buch passiert das allerdings viel zu spät. Hier wurde nicht nur die Handlung spannender, sondern auch die Charaktere konnten mich von da an stärker von sich überzeugen. Besonders Kiran, eine junge Frau, die Amano helfen wollte und auch ein Anam Bri ist, gefiel mir, weil sie so eine starke Entwicklung durchmacht.
Amano hingegen büßte ein paar Sympathiepunkte. Irgendwann nervte es mich einfach nur, dass jede Frau, die engeren Kontakt mit ihm hat, auf Sex aus war. Zwar aus unterschiedlichen Gründen, aber bei so einem mürrischen abweisenden Kerl wie Amano, hätten das ruhig weniger Frauen sein dürfen. Aber auch seine Charakterentwicklung gefiel mir. Insbesondere ab dem Zeitpunkt, ab dem er über die wahre Bestimmung der Anam Bri nachzudenken beginnt.

Was mich auch etwas störte, war die Gewalt. Nicht dass sie da war. Das musste sie sogar, sonst wäre die Story nicht glaubwürdig gewesen. Nein, mir fehlte eine Pause davon. Wenn ein Konflikt oder Problem auftauchte, wusste ich direkt, dass es mit Gewalt gelöst werden würde. Ab und an ein anderer Ansatz zur Lösung hätte mich gefreut. Das ganze Buch besteht aus Leid, Schmerz, Folter und Tod. Und insbesondere die Folter wurde sehr ausführlich beschrieben. Wer solche Szenen nicht lesen kann, dem rate ich definitiv von diesem Buch ab.

Alles in allem ist "Anam Bri" ein blutiger Fantasyroman, der erst nach einer zu langen Spannungspause zeigt, was wirklich in ihm steckt. Dann jedoch überzeugt er durch großartige Ideen und tollen Charakterentwicklungen.

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