{rezension} Tallulah und der goldene Kolibri

Autor: Andrea Schneeberger
Einband: ebook // Seiten: 274
ASIN: B01MXVCQVQ
Erschienen: 02.2017


Vielen Dank an Andrea Schneeberger für das Rezensionsexemplar!



Klappentext


Seit sie denken kann, fühlt sich die 17-jährige Tallulah von der Nacht angezogen: Wenn es dunkel wird, schlendert sie durch den Park oder besucht die Spätvorstellung im Kino – heimlich natürlich, denn ihr überfürsorglicher Vater würde das niemals erlauben: Vielleicht zurecht, denn eines nachts wird sie auf einem solchen Streifzug überfallen und erst in letzter Sekunde vom geheimnisvollen Zacharias Leopold gerettet, der behauptet, ein Vampyyri zu sein. Trotz seiner kauzigen Art ist er Tallulah sympathisch, doch ein Widersehen ist ausgeschlossen, wie er sagt – schließlich sei sie eine der verfeindeten Yövaeltaja. Tallulah beginnt, dem merkwürdigen Vorfall auf eigene Faust nachzugehen, doch als plötzlich alte Briefe ihrer seit Kindertagen verschollenen Mutter auftauchen, überschlagen sich die Ereignisse: Unheimliche Gestalten huschen durch Vaalea und ein dunkler Schatten legt sich über ihre Heimatstadt. Warum scheinen die Menschen plötzlich alle Hoffnung zu verlieren? Kann Tallulah das Licht zurückholen? Und was hat es mit dem geheimnisvollen, goldenen Kolibri auf sich?


Meine Meinung


Die Geschichte von Tallulah spielt in unserer modernen Welt und beginnt recht unfantastisch. Sie geht zur Schule, hat eine allerbeste Freundin und eher größere Meinungsverschiedenheiten mit ihrem Vater. Tallulah scheint ein ganz normales Mädchen zu sein, würde da nicht ihre Sehnsucht nach der Nacht sein. Erst mir dem Auftauchen von Zacharias erfährt Tallulah, dass außer den Menschen noch ganz andere Wesen die Welt bevölkern. Wesen, die sich momentan in ihrer Stadt sehr wohlfühlen und eine Gefahr werden könnten.

Zacharias war mein Lieblingscharakter in der ganzen Geschichte. Er kann vernünftig und erwachsen sein und sieht die Probleme, die entstehen können, um dann im nächsten Moment den Hormonen die Führung zu überlassen. Vor allem wenn es um Tallulah geht. Er ist ein Beschützertyp und hat dabei eine ganz schön vorlaute Klappe. Die Sprüche, die er zweitweise rausgehauen hat, fand ich spitze.
Tallulah, unsere Heldin, konnte mich nicht ganz so erobern. Sie ist sympathisch und würde alles tun, um ihre Familie und Freunde zu retten, aber irgendwas fehlte ihr, womit sie mich hätte einnehmen können. Dafür fand ich Igor, ihren besten Kumpel, wieder ganz süß.

Die Story verläuft sehr gradlinig ohne Ausflüge nach links und rechts, wodurch ein schnelles Tempo entsteht. Manchmal hätte ich mir da eine kurze Verschnaufspause gewünscht. Auch fehlten mir in einigen Situationen Erklärungen. Vor allem in einer wurde etwas überhaupt nicht erklärt, sondern von einem der Wesen als Geheimnis abgetan, was mich als Leser etwas fraglos stehen gelassen hat. Halbwissen mag ich nur, wenn zumindest die Hoffnung besteht, dass das im Verlauf noch geklärt werden wird. Was in diesem Fall nicht der Fall war.
Die hier im Buch auftauchenden Wesen und deren Verbindung zu den Göttern, fand ich aber richtig schön und die Vampyyri weichen vom gängigen Vampir ab. Meiner Meinung nach sind die Vampyyri harmloser als ihre Jäger, denen ich ungern begegnen würde. Und auch der goldene Kolibri und was dahinter steht ist eine tolle Idee gewesen. 


Fazit


Tallulah und der goldene Kolibri ist eine schöne Geschichte mit tollen neuen Motiven. Einzig ein paar fehlende Erklärungen und das sehr schnelle Tempo minderten bei mir den Lesespaß.

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