{rezension} Die Seele des Bösen 1 - Finstere Erinnerung

Autor: Dania Dicken
Verlag: Selfpublish
Einband: eBook // Seiten: 294 (print)
ISBN:  9783739318431
Erschienen: 09.2015

Reihe: Die Seele des Bösen
(1) Finstere Erinnerungen (2) Erbarmungslose Jagd (3) Blutiges Wiedersehen 
... 
(12) Flucht in die Freihheit


Vielen Dank an Dania Dicken für das Rezensionsexemplar!


Klappentext


Fahrraddiebstähle und Wohnungseinbrüche sind die aufsehenerregendsten Einsätze für die Polizisten Sadie und Phil in der kalifornischen Kleinstadt Waterford – bis sie eines Abends zu einem Mordschauplatz gerufen werden. Ein Unbekannter hat eine vierköpfige Familie auf brutale Weise ermordet und tagelang mit seinen Opfern in deren Haus gelebt. Sofort läßt Sadie sich mit ihrem Kollegen für die Ermittlungskommission einteilen, denn so erhält sie zum ersten Mal die Gelegenheit, ihre Ausbildung an der FBI Academy wirklich zu nutzen. Gemeinsam mit ihren Kollegen versucht sie, ein Profil des Täters zu erstellen, der nicht zum ersten Mal eine ganze Familie getötet hat. Ihn zu finden, ist ihr jedoch auch ein ganz persönliches Anliegen. Vor fünfzehn Jahren wurde auch Sadies Familie getötet – von ihrem eigenen Vater …

Meine Meinung


Die Handlung war nicht wirklich das was ich erwartet hatte. Ich lese ja auch kaum Thriller, aber meinen wenigen Erfahrungen nach, beschäftigen sich diese mehr mit den Ermittlungen und der Jagd nach dem Täter. Hier werden die Morde zwar auch sehr anschaulich beschrieben und wir sind als Leser bei den Ermittlungen dabei, aber in meinen Augen lag der Fokus mehr auf Sadie und ihrem Liebesleben. Dessen Entwicklung fand ich gut beschrieben und mit ihrer Vergangenheit konnte ich ihr Verhalten gut nachvollziehen.
Profiling selbst kenne ich ja nur aus dem Fernsehen (zB. bei Chriminal Minds) und ich weiß, dass Polizeiarbeit in Filmen selten mit der Realität übereinstimmen. Bei Büchern bin ich mir da auch immer unsicher, deswegen gefiel es mir, dass sich für mich das Profiling authentisch angefühlt hat. Und ich Sadies Gedankengänge dazu logisch fand. Im Laufe des Lesens hat mir aber bei den Ermittlungen und auch etwas in der Liebe die Spannung gefehlt. Ich konnte nicht richtig mitfiebern und an manchen Stellen zog sich die Geschichte und "langweilte" mich. Bis auf die Cousine von Sadie und dem Mörder waren nämlich alle Charaktere nett und lieb. Es gab keine wirklichen Reibungen oder Streitereien. Keine Konflikte, weil die Cousine kaum da ist und der Mörder selbst ja erst noch gefunden werden muss.
Sadie selbst hat eine graumsame Kindheit hinter sich und wie sie selbst sagt, war diese ausschlaggebend für ihre Berufswahl. Sie ist intelligent, sorgt sich um Familie und Freunde und ich denke, sie würde alles tun, um diese zu schützen. Alles in allem eine sehr sympathische Person. Allerdings hat sie Angst vor Beziehungen. Auch Matt, der sich um sie bemüht, ist ein netter Kerl, der versucht hinter die Fassade von Sadie zu sehen und ihr Vertrauen erlangen will. Mir war schnell klar, dass die zwei gut zusammenpassen würden.

Den Schreibstil fand ich angenehm. Es wird viel Wert daraufgelegt das Innenleben von Sadie zu beschreiben und dadurch werden auch Sachen öfter mal wiederholt. Mich störte das aber nicht. Ich gebe zu, ich war darauf auch eingestellt, weil das nicht das erste Buch ist, was ich von Dania Dicken lese. Trotzdem finde ich es erwähnenswert, da die Empfindungen zum Schreib- und Erzählstil sehr subjektiv sind. 



Fazit


Für mich kein richtiger Psychothriller, aber an sich ein interessanter Einstieg in Sadie Welt. Trotz einiger Kleinigkeiten hat es mir Spaß gemacht die Geschichte zu lesen und durch das Ende bin ich schon gespannt, was da noch alles auf Sadie zukommt.

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