{rezension} Nachtbeben

Autor: Jenna Strck
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Einband: E-book // Seiten: 480
ISBN: 978-1-53345-056-2
Ausgabe: 12. Juli 2016

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Vielen Dank an Jenna Strack für das Rezensionsexemplar!


Klappentext


Emma steckt mitten im turbulenten englischen Studentenleben, als sich ihr vermeintlicher Freund eines Nachts an ihr vergreift. Plötzlich ist alles anders. Nach außen hin gibt sie sich beherrscht, doch in ihrem Inneren wüten die Folgen dieser traumatischen Erfahrung. Albträume, Flashbacks und panische Angst machen ihren Alltag in der Uni zur Qual und drohen, ihr Studium zu gefährden. Als dann auch noch ein neuer Student namens Kieran auftaucht, scheint das Chaos in Emmas Kopf perfekt. Sie kann nicht mehr aufhören, an ihn zu denken.  Dabei ahnt sie nicht, in welcher Gefahr sie schwebt ...


Meine Meinung


Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wächst Emma bei ihrem Onkel Steven auf. Sie beginnt ein Studium der Psychologie und Literaturkunde. Dort lernt sie Josh kennen. Einen netten, gutaussehenden, charmanten Jurastudenten, der ihr bald sein wahres Gesicht zeigt. Emma kann entkommen. Josh verschwindet aus der Stadt. Doch bei Emma entwickelt sich ein posttraumatische Belastungsstörung, die sie sich selbst nicht eingestehen will. Sie hat wenige enge Freunde - Charlotte und Jerry -, die ihr aber zur Seite stehen. Besonders Jerry hat einen starken Beschützerinstinkt. Mit dem Auftauchen von Kieran scheinen sich die Panikattacken und Psychosen Stück für Stück aufzulösen. Emma fühlt sich stark zu Kieran hingezogen, aber er weist sie ab. In ihren Träumen kommen sie sich jedoch näher und diese werden immer realistischer. Auch Charlotte hat weniger Zeit für sie, dagegen findet Emma in Georgia, einer Studienanfängerin, eine neue Freundin. Und auch Mason, ein junger Mann, den Emma auf einer Party kennenlernt, versucht ihr näher zu kommen und Emmas Herz zu gewinnen. Aber warum reagiert Kieran so wütend über diese Annäherungsversuche und versucht Emma zu warnen? 

Die Geschichte beginnt sehr sachte. Zu Beginn lernt man Emma, Charlotte und Jerry kennen. Erst mit dem Auftauchen von Kieran nimmt die Story fahrt auf. Stück für Stück wird die Geschichte aufgebaut. Was sich zuerst nicht nach einer Fantasygeschichte anhört, entwickelt sich mit jedem Puzzleteil mehr zu einer. Während Emma noch im Dunkeln tappt, haben sich bei mir viele Ahnungen und Fragen aufgebaut. Ab und an hatte ich auch den Wunsch Emma zu schütteln, damit sie sich endlich aus dem Gefahrenbereich begibt. Gleichzeitig wusste ich Dinge, die nicht mehr abzuwenden sind und war schon traurig, bevor das Schlimme eintrat. Mit Emma und Jerry habe ich richtig mitgelitten. 

Emma gefiel sehr gut. Sie hat mich zwar manchmal aufgeregt, weil sie sich Dinge schön redet und ich das Gefühl hatte, sie will gar nicht in Betracht ziehen, dass gewisse Dinge real sind. Aber auf der anderen Seite wäre ich auch sehr skeptisch gewesen. Schon allein die Tatsache, dass ihr gar nichts erklärt wird und sie nur fragwürdige Internetseiten bei ihrer Recherche findet, machen es verständlich, dass Emma nach "logischen" Erklärungen sucht. 
Jerrys Charakter empfand ich etwas schwankend. Er war richtig süß und verständnisvoll in einigen Situationen, in anderen hat er total übertrieben und ich habe ihn nicht wiedererkannt.
Charlotte habe ich ab der Hälfte des Buches als nicht mehr so wichtig empfunden. Sie taucht zwar hin und wieder auf, aber wirklich wichtig erschien sie mir nicht mehr. Dabei hatte ich am Anfang das Gefühl gehabt, dass sie für Emma eine wichtige Stütze ist. Je besser ihre Psyche jedoch wieder wurde, desto unwichtiger schien Charlotte zu sein. Ich glaube aber nicht, dass das beabsichtigt war.
Kieran und Mason, die beiden Männer in Emmas Leben, sind sehr geheimnisvoll. Sie weichen ihren Fragen aus, reagieren beide sehr hasserfüllt aufeinander und lassen auch mal die Fäuste fliegen. Ich als Leser habe mich schnell für eine Seite entschieden und hoffte, dass Emma sich für den "richtigen" entscheidet. Mehr schreibe ich aber nicht über die zwei, weil das sonst zu viel verraten würde.

Insgesamt hat Jenna Strack da eine gut durchdachte Geschichte geliefert, die mich nach einem verzögerten Start gefesselt hat. Die Ich-Perspektive wurde gut umgesetzt. Der Schreibstil war flüssig und fantastische Dinge wurden gut erklärt. Für aufmerksame Leser sind in Nebensätzen mehrfach Vorabinformationen versteckt, die Ahnungen vermitteln, Fragen herbeiführen und die Hoffnung, dass gewisse Dinge nicht so eintreffen. Allerdings haben diese, bei mir zumindest, etwas die Spannung genommen, weil ich einfach bei einigen Sachen sicher war, dass die so eintreffen. Ich habe das Buch in kurzer Zeit durchgelesen und wollte es gar nicht aus der Hand legen, bis meine Fragen beantworten werden. Das Ende verlief im Gegensatz zum Start sehr zügig. Die Geheimnisse wurden gelüftet und das Puzzle zusammengesetzt. Der finale "Kampf" hat Opfer verlangt und auch wenn der nächste Band nur in der Gedankenwelt existiert, hoffe ich, dass er schnell fertig wird. Genügend Potenzial ist vorhanden.


Bewertung




Kommentare:

  1. Wunderschönes Cover, erschreckender Inhalt - doch gerade solche Themen lese ich immer wieder "gerne" (blödes Wort) Liebe Grüße (=

    http://kejas-blogbuch.de

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  2. Hallo,

    ich schließe mich dem Kommentar über mir an!
    Es klingt wirklich spannend, vielleicht werde ich mir das ja demnächst mal näher ansehen :)

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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