{rezension} Darkmere Summer

Autor: Helen Maslin
Verlag: Chicken House
Einband: Gebunden
Seiten: 400
Sprache: deutsch
ISBN: 978-3-551-52082-1

Kaufen?: Thalia



Erster Satz


"Ein Mädchen war im Wasser."


Klappentext


Der Plan war: Sommer, Sonne - und Leo. Schließlic hat Kate seine Einladung auf das alte Schloss nur angenommen, damit sie Zeit mit ihm verbringen kann. Doch seit sie und Leos Freunde in Darkmere sind, ist die Stimmung seltsam. Trotz der idyllischen Umgebung kommen die dunkelsten Seiten in ihnen zum Vorschein. Ist das Schloss wirklich verflucht? Kate fängt an zu recherrchieren und stößt dabei auf ds Tagebuch von Elinor. Ein Mädchen, das 1825 voller Hoffnung nach Darkmere kam. Und dort die Hölle auf Erden erlebte ...


Meine Meinung


Das Buch teilt sich in zwei Zeitstränge: Die Gegenwart mit Kate und Leo´s Clique und die Vergangenheit mit Elinor. Beide Zeitlinien finden hauptsächlich auf Darkmere Castle statt und sind  durch einen Fluch miteinander verbunden.


Die Gegenwart wird aus der Sicht von Kate geschildert, die ein Stipendium für eine anscheinend sehr kostspielige Schule erhalten und sich dort mit dem beliebtesten Schüler Leo angefreundet hat. Dieser hat ein verfluchtes Schloss geerbt - Darkmere Castle. Bisher ist jeder männliche Erbe durch tragische Umstände ums Leben gekommen, doch Leo hält den Fluch nur für ein Ammenmärchen. Zusammen mit seinen Freunden will er den Sommer in Darkmere Castle verbringen. Kate hat sich in Leo verguckt hat und hofft diesen während der Zeit auf Darkmere Castle besser kennenzulernen. Kate schien mir eine sehr vernünftige Person zu sein, die Anschluss sucht und Bücher liebt. (Das macht sie doch gleich sympathisch.) Was sie an Leo findet, habe ich allerdings von Anfang an nicht verstanden. Er war mir durch die Art wie er mit seinen Freunden umgeht direkt unsympathisch, was sich im Laufe des Buches nur verschlimmert hat. Ehrlich gesagt hat mich die Cliquenkonstellation im Buch an die in "Teenager-Highschool"-Filmen erinnert. Da gibt es den von allen beliebten Anführer, der aber ein Arsch ist; der beste Freund, der eigentlich ganz in Ordnung ist und den Mitläufer, der alles super findet, was der Anführer macht. Und dann kommt da jemand Neues auf die Schule und bringt die Clique gehörig durcheinander. Gut in den Filmen sind es meisten Mädchencliquen, was hier nicht der Fall ist, aber ansonsten ahnte ich, was mich so ungefähr erwarten wird. Also zumindest bezüglich der Beziehung zwischen den Freunden in der Gegenwart. 

Die Vergangenheit wird aus der Sicht von Elinor erzählt. Nach einem Unfall ihrer älteren Schwester wird von ihr erwartet, dass sie einen wohlhabenden Mann heiratet und findet diesen in St Cloud. Zwei Monate nach dem ersten Treffen läuten die Hochzeitsglocken und Elinor kommt als frisch Vermählte nach Darkmere Castle. Hier zeigt St Cloud seinen wahren Charakter und das merkwürdige Verhalten der Dienerschaft lässt in Elinor das Gefühl wachsen, dass irgendetwas Verbotenes vor sich geht. 

Allgemein fand ich alle Charaktere sehr flach. Die Jugendlichen in der Gegenwart haben den ganzen Tag gesoffen und Drogen genommen. Die im Klappentext genannten "dunkelsten Seiten" sind in meinen Augen nicht wegen irgendeinem Fluch hervorgegekommen, sondern wegen dem Alkohol und den Drogen. Dass man Frauen durch den richtigen "Cocktail" gefügig machen kann, wird auch nicht weiter verurteilt, sondern passiert einfach und zeigt nur, was für ein Mistkerl der betreffende Typ ist. Ich habe kein Problem mit Gewalt in Büchern, wenn sie richtig dargestellt werden. Die Ehenacht von Elinor zum Beispiel war für ihre Zeit typisch, aber das was in der Gegenwart passiert, wird nicht weiter verurteilt, sondern es passiert und dann weiter im Text.

Neben den flachen Charakteren hat es mir auch an Spannung gefehlt. Die Geschichte hätte so viel Potenzial gehabt. In der Vergangenheit mehr Schwierigkeiten bei der Lösung der kriminiellen Vorgänge oder das Elinor kämpft, anstatt einfach nur dem Schicksal ergeben im Zimmer zu hocken. In der Gegenwart weniger Gesaufe und mehr unheimliche fluchbezogene Vorgänge. Ein Ausbau der Liebesgeschichte hätte vielleicht auch geholfen. Die Entwicklung der Gefühle von Kate sind nämlich nicht klar, sondern erst sind sie so und ein Spaziergang später ganz anders.

Die Idee der Story fand ich super: ein abgelegenes Schloss, ein Fluch, zwei Zeitstränge. Aber das Ergebnis war enttäuschend.  

Bewertung



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