{rezension} Holmes und Ich - Die Morde von Sherringford

Autor: Brittany Cavallaro
Verlag: dtv Verlag
Einband: Gebunden
Seiten: 368
Sprache: deutsch
ISBN: 978-3-423-76136-9

Kaufen?: Thalia
Leseprobe: hier



Erster Satz


"Das erste Mal begegnete ich ihr am Ende einer dieser sich zäh dahinschleppenden Wochentage, die für Privatschulen wie das Sherringford-Internat so typisch sind."

 

Klappentext


Jamie Watson hat es nicht leicht: Zum einen muss er sein geliebtes London verlassen, weil er einen Platz an einem Elite-Internat an der Ostküste der USA erhalten hat. Zum anderen trifft er dort zu ersten Mal auf die eine Person, von der er schon sein gesamtes Leben geträumt hat - Charlotte Holmes, Nachfahrin des legendären Sherlock. Und dann geschieht auch noch ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen ...


Meine Meinung


Sherlock Holmes und John Watson - gemeinsam lösten sie viele knifflige Fälle. Ein paar Generationen später treffen ihre Nachfahren Charlotte Holmes und Jamie Watson aufeinander und es scheint, als würden sie in die Fußstapfen ihrer Urururgroßväter treten müssen, um sich von einem Mordverdacht zu befreien, der sich kurz nach ihrem Kennenlernen ereignet.

Ich habe selbst nie die Romane von Sir Arthur Conan Doyle gelesen, sodass ich die Bezüge zu den Originalfällen nicht selbst herstellen konnte und somit immer erst davon erfuhr, wenn es den beiden Hauptpersonen aufgefallen ist. Eigentlich schade, da mir so wahrscheinlich ein Rätselspaß entgangen ist. Allerdings kenne ich ein paar der Folgen der neuesten (?) Sherlock-Serie, sodass mir die Charakteristik von Sherlock und John bekannt sind und ich viele Parallelen zu Charlotte und Jamie entdecken konnte. Die beginnen ja schon bei der Namensgebung...
Die Geschichte wird von Jamie erzählt, Nachfahre vom berühmten Watson, der eigentlich lieber in London geblieben wäre statt auf ein Internat in den USA zu gehen, welches dann auch noch in der Nähe des Wohnortes seines Vaters ist, mit dem er zerstritten ist. Jamie war mir ziemlich schnell sympathisch - er ist emotional, versucht Holmes vor sich selbst zu schützen und hat seine eigenen Schwächen, die ihn so manchen Ärger einbringen. Holmes dagegen hat von klein auf gelernt, dass Emotionen nur die Entscheidungen beeinflussen und unterdrückt diese daher. Wie ihr Vorfahre ist sie in der Deduktion ausgebildet und hat so einige ungwöhnliche Hobbys. Holmes ist mir allerdings etwas fremd geblieben.
Der Schreibstil ist sehr klar präzise. Die Autorin legt viel Wert darauf, dass die Schlussfolgerungen von Holmes und Watson nachvollziehbar sind, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die Entwicklung der Freundschaft mehr beschrieben wird. Vor dem Mord hatte Holmes kein wirkliches Interesse an Watson und ein paar Seiten nach dem Mord waren die beiden unzertrennlich. Bei Holmes Charakterisierung fand ich das merkwürdig.
Als Leser war ich bei den Ermittlungen immer auf dem gleichen Stand wie Watson. Ständig kamen neue Verdächtige und Wendungen, die die Spannung aufrecht erhielten.
 

Obwohl ich bisher noch nichts darüber gelesen habe, lässt das Ende des Buches auf weitere Bände schließen. 


Bewertung

 


 

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Leseexemplar!

 

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