{rezension} Die 5. Welle

Autor: Rick Yancey
Verlag: Goldmann
Einband: Gebundene Ausgabe
Seiten: 480
Sprache: deutsch
ISBN: 978-3-442-31334-1

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Reihe: Die fünfte Welle
Titel: (1) Die fünfte Welle (2) Das unendliche Meer (3) ...


Erster Satz


"Es wird kein Erwachen geben."


Klappentext


Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...


Meine Meinung


Pünktlich zum Kinostart habe ich dann auch Die fünfte Welle gelesen. Nächste Woche geht es ins Kino und ich bin gespannt wie die Geschichte umgesetzt wurde.

Zu Beginn bin ich schwer in die Geschichte reingekommen. Wir begegnen Cassie allein im Wald, während die fünfte Welle langsam ihre volle Wirkung entfaltet. Das volle Ausmaß der fünften Welle wird einem aber erst zum Ende des Buches voll bewusst. Cassie ist eine Überlebende. Bis auf ihren Bruder sind alle, die ihr wichtig sind, ums Leben gekommen. Aber auch von ihrem Bruder ist sie getrennt. Dieser befindet sich irgendwo in einem Lager und Cassie hat ihm versprochen, ihn zu finden. Das ist in meinen Augen, der einzige Grund, warum sie noch nicht aufgegeben hat. Am Anfang des Buches erzählt Cassie dem Leser, wie sie die ersten Wellen erlebt hat. Nicht chronologisch, sondern durcheinander, erfährt man von der Ankunft der Anderen, von ihrem Angriff und wie macht- und hilflos die Menschen waren und sind. Diese "Rückblenden" leiden unter dem Schreibstil des Autors. Hier sind oft Wortwiederholungen. Man springt zwischen der Gegenwart und den Vergangenheiten hin und her. Alles ein großes Durcheinander. Der Lesefluss wird erst flüssig, wenn die Rückblenden vorbei sind und die Geschichte in der Gegenwart spielt.

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Cassie und Zombie.
Cassie ist die Protagonisten der Geschichte. Die Ankunft der Anderen hat sie verändert. Vom ganz normalen Teenager, der sich unbedeutend und grau vorkommt, ist sie zu einer Person geworden, die niemanden mehr vertraut und bereit ist, im Zweifel auch Menschen zu erschießen. Ihr einziges Ziel ist es, ihren fünfjährigen Bruder zu finden, der von Soldaten in ein Camp gebracht wurde. Dabei muss sie den Silencern aus dem Weg gehen. Andere, die Aussehen wie Menschen und zum Töten ausgeschickt wurden. Während ihrer Suche wird sie verletzt und von Evan gefunden und gerettet. Evan erzählt, dass er genau wie sie, seine komplette Familie an die Anderen verloren hat. Cassie versucht ihm zu vertrauen, aber irgendetwas stört sie an seiner Geschichte. Ich habe direkt beim Kennenlernen der zwei eine Ahnung gehabt, wer Evan ist und war gespannt, ob sich meine Ahnung bewahrheiten würden. Und obwohl der Autor Evan glaubhafte Antworten geben ließ, konnten diese zwar Cassie beruhigen, aber nicht mich. 
Zombie gehörte vor der Ankunft der Anderen zu den beliebtesten Schülern und war der heimliche Schwarm von Cassie. Von ihr nahm er allerdings keine Notiz. Zombie hat seine Familie verloren und wir lernen ihn beim einem Angriff der Anderen auf ein Flüchtlingslager kennen. Zombie überlebt den Angriff und wird in einem gesicherten Camp zum Soldaten ausgebildet. Zusammen mit hunderten anderen Jugendlicher und Kinder. Das Höchstalter der Auszubildenen ist 16. Der jüngste ist grade mal fünf Jahre alt. Aus seiner Sicht erfahren wir, wie es in dem Camp abläuft, in das Cassie zu gelangen versucht.

Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln erzählt und schafft es durch immer neue Wendungen und im ersten Augenblick unlogischen Verhaltensweisen zu fesseln. Letztere werden logisch, sobald man als Leser erkennt, wie die fünfte Welle aussieht. Durch die Ich-Perspektive ist man stark am Innenleben und dem Gefühlchaos der Personen beteiligt und ich konnte dadurch eine gute Bindung zu Cassie und den anderen aufnehmen. Im ersten Augenblick habe ich nicht verstanden, wie sie sich zu Evan hingezogen fühlen konnte, wenn sie ihm doch gar nicht vertraut. Aber wenn ich bedenke, dass sie monatelang allein war und dann wieder auf einen gutaussehenden Typen trifft, kann ich es doch nachvollziehen. Zusätzlich wünscht sie sich ja auch vertrauen zu können.

Das Ende des Buches hat mich mit vielen Fragen zurückgelassen und ich bin gespannt darauf zu erfahren, wie es weitergeht.
 

Bewertung 


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