{rezension} Im Tal der flammenden Sonne


 Autor: Elizabeth Haran
Verlag: Bastei Lübbe
Einband: Taschenbuch
Seiten: 572
Sprache: deutsch
ISBN: 978-3-404-15956-7

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Erster Satz


"Wie eine Schlange aus der mythischen Traumzeit der Aborigines glitt der Ghan, wie der Afghan-Expresszug genannt wurde, durch die flirrende Hitze des Outback."
 

 

Klappentext


Australien: 1933: Arabella Fitzherbert, eine junge Engländerin, unternimmt mit ihren Eltern eine Reise durch Australien. Die Familie ist des trockenen Klimas wegen zum Roten Kontinent gereist, damit ihre einzige Tochter sich dort von ihrer langen Krankheit erholen kann. Doch durch eine Verkettung unglücklicher Umstände bleibt Arabella allein und verletzt in der Wüste zurück. Sie wäre sicherlich dem Tod geweiht, hätte nicht eine Gruppe umherziehender Aborigines sie gefunden und zur nächsten Siedlung gebracht: Marree - eine winzige Stadt im Outback. Arabella ist auf sich allein gestellt, während ihre Eltern sie tot wähnen ...

 

Meine Meinung


Dieses Buch war mein erster Australienroman und hat meine Leseliebe zu diesen Romanen geweckt. 
Arabella Fitzherbert, ist 19 Jahre alt, und mit ihren Eltern in Australien unterwegs. Bei einem kurzen Stopp des Zuges bleibt Arabella allein und nur im Nachthemd bekleidet mitten in der australischen Wüste zurück. Ohne Nahrung und Wasser würde Arabella nicht lange überleben. Zum Glück wird sie von Aborigines aufgefunden und in die nächstgelegende Stadt Marree gebracht. Arabella, die daran gewöhnt ist keinen Finger zu rühren und jeden Wunsch erfüllt zu bekommen, muss erkennen, dass sie hier festsitzt, weil der Zug aufgrund von Gleisschäden für längere Zeit nicht mehr vorbeikommen wird. Ihre Beteuerungen, dass ihre Eltern reich sind und alle Kosten bezahlen werden, stößt bei den Hotelbesitzern auf taube Ohren, sodass Arabella sich gezwungen sieht, für Kost und Logie zu arbeiten. Aufgewachsen in Wohlstand lernt Arabella die harte Seite des Lebens kennen. Neben der wunderschönen Kulisse Australien, die sehr bildreich im Buch beschrieben wird, handelt die Kerngeschichte von einem jungen, egoistischen, wehleidigen und unselbstständigen Mädchen, welches sich durch die besonderen Umstände zu einer selbstständigen, hilfsbereiten und liebenswerten Frau entwickelt. Arabellas Entwicklung war für mich sehr gut nachzuvollziehen und glaubwürdig geschildert. Auch die anderen Charaktere des Buches hatten alle ihre Eigenarten und machten die Geschichte für mich lebendig. 
Neben Arabellas Handlungsstrang wird auch immer wieder ein kurzer Blick auf ihre Eltern geworfen, die in Alice Springs festsitzen und voller Sorge sind, weil sie mit der Ungewissheit über den Verbleib ihrer Tochter leben müssen. Obwohl der Sergeant und die Bewohner von Alice Springs nicht daran glauben, dass Arabella im Outback überlebt hat, geben ihre Eltern die Hoffnung nicht auf.
Neben den Charakteren und der wundervollen Landschaft Australiens webte die Autorin auch die Probleme, wie Dürre oder mangelnde Versorgung, gekonnt in den Roman ein und beschreibt so die Sorgen und Ängste der Bewohner Marrees.
Alles in allem ist dies eine wunderschöne Geschichte in einem wunderschönen Land.

 

Bewertung 

 


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