{rezension} Das Haus am Abgrund


© bloomoon

Autor: Susanne Gerdom
Verlag: bloomoon
Einband: Taschenbuch
Seiten: 400
Sprache: deutsch
ISBN:
978-3-7607-8666-7


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Erster Satz


  
"Ich bin hungrig.


Klappentext


Das Haus rief nach ihr...
Es war totenstill. Sie konnte das leiste Rauschen der Wellen hören, das Wispern des Windes in den Ästen der Bäume. Sie war allein in dem riesigen, düsteren Haus. Die Halle, in der sie stand, war so prachtvoll wie schrecklich. Sie kannte dieses Haus so gut wie ihre eigene Hand und es war ihr gleichzeitig vollkommen fremd.
Novembertochter, flüsterte das Haus leise. Winterkind. An deinem sechzehnten Geburtstag gehörst du endlich mir ...


Meine Meinung


Wir befinden uns in St. Irais, einem kleinem Dorf in Cornwall. Unsere Hauptperson Adrian ist mit seinem Vater Toby und dessen Lebensgefährten Jonathan neu hierher gezogen, weil Adrian schwer krank ist und dort Erholung und Ruhe finden soll. Adrian leidet unter Halluzinationen, die sich in verschiedenen Personen ausdrücken, wie zum Beispiel ein japanischer Lehrmeister oder der Joker aus Batman(?). Alle wollen ihm auf ihre Weise helfen, mal mehr, mal weniger nett.
Das Haus, in dem die drei wohnen, grenzt an eine alte halbverfallende Villa namens Heathcote Manor, von der sich Adrian wie magisch angezoen fühlt und auf der angeblich ein Fluch lasten soll. Bei seinen Nachforschungen trifft Adrian die 15-jährige November "Nova" Vandenbourgh, deren Familie Heathcote Manor gehört. Und auch Nova wird von dem alten Haus angezogen, fürchtet sich aber gleichzeitig davor. Die zwei freunden sich an und Adrian verstrickt sich immer mehr in Novas Familiengeheimnisse, die ihr aber selbst zum Teil unbekannt sind. Nach und nach lüftet sich der Schleier und es stellt sich die Frage, ob die Halluzinationen innerhalb der Mauern von Heathcote Manor wirklich nur Halluzinationen sind oder vielleicht doch eine Warnung aus einer anderen Zeit? Und sollte alles  Erfahrene wahr sein, so beginnt schon bald ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen einen Gegner, der bisher unbesiegt ist. Aber nun will ich schweigen, sonst verrate ich nur zuviel.
Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Adrian, aber auch aus der Sicht von Nova. Zu dem erhält man Einblick in ein Tagebuch und erst im Laufe der Geschichte wird klar, von wem dieses Tagebuch wirklich geschrieben wurde.
Die Personen sind zum Teil sehr gut ausgearbeitet. Besonders wie Adrian mit seiner Krankheit umgeht, fand ich bemerkenswert. Hier und da mal Selbstmitleid, aber alles in allem versucht er das Beste daraus zu machen. Und auch Nova ist ein sehr interessanter Charakter. Auch wenn ich sie manchmal etwas nervend fand. Die alte Nova fand ich viel sympathischer als die Gegenwärtige. So viel offener und positiver gestimmt. Besonders wenn man bedenkt, dass die alte Nova um ihr Schicksal wusste. Auch die Nebencharaktere, mit denen Adrian und Nova oft zu tun haben, sind eigene, interessante Persönlichkeiten. Besonders Jonathan, der im Gegensatz zu Toby viel öfter auftaucht und sich in meinen Augen auch viel stärker um Adrian kümmert. Toby erschien mir vollkommen überfordert mit der ganzen Situation, auch wenn man kaum etwas von ihm las.
Alles in allem war ich von dem Buch überrascht. Als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich auf eine ganz andere Geschichte eingestellt gewesen, aber die Autorin konnte mich von ihrer Geschichte sehr schnell überzeugen. Das Ende musste ich allerdings zweimal lesen, weil es mir dann doch irgendwie zu einfach gelöst schien.


Bewertung




Autorin


Susanne Gerdom wurde 1958 in Düsseldorf geboren und ist am Niederrhein aufgewachsen. Nach der Lehre als Buchhändlerin beschäftigt sie sich mit dem Theater und verrbrachte einige Jahre als Schauspielerin und Regisseurin in Düsseldorf. Später begann sie Fantasy und Science-Fiction zu schreiben. Sie lebt und arbeitet seit 2008 wieder am linken Niederrhein. Unter dem Pseudonym Frances G. Hill erschienen bei arsEdition ihre Romane "Sturm im Elfenland" und "Drachenhaut".

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