{rezension} Waldmeister

© Sieben Verlag

Autor: Susanne Lieder
Verlag: Sieben Verlag
Einband: Broschiert
Seiten: 200
Sprache: deutsch
ISBN:
978-3-864433-81-8

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Erster Satz


"Franziska hatte den ganzen Tag an ihrem Schreibtisch gesessen und geschrieben."


Klappentext


Krimiautorin Franziska Stratmann ist hellauf begeistert, dass sie der Polizei bei ihrer Arbeit über die Schulter sehen darf. Weniger begeistert ist sie, als sie live dabei ist, wie eine skelettierte Hand und darunter ein halb verwester Leichnam gefunden werden. Franziska ist überzeugt, dass der Journalist Christian etwas damit zu tun hat. Und dann kommt sie dem Mörder sehr viel näher, als ihr bewusst und vor allem lieb ist …


Meine Meinung


Ich muss ja gestehen, ich lese sehr selten Krimis. Und dieses Buch konnte mich auch nicht davon überzeugen, das zu ändern. Man lernt zuerst die Autorin Franziska Stratmann kennen, die ihren allerersten Krimi schreibt, und dafür bei der Polizei recheriert. Dort schaut sie dem Kommissar Ansgar Lutz über die Schulter, der ständig Namen vergisst bzw. verwechselt. Kommissare, die sich keine Namen merken können? Das kam mir leider gar nicht logisch vor. Bei einem Leichenfund macht Franziska Bekanntschaft mit Christian, einem Sachbuchautoren, der ihr komplett unsympathisch ist und der auch gleich ihr Hauptverdächtiger wird, weil er neugierig ist. Das ist doch mal ein sehr vernünftiger Grund ... 
Während des Leichenfundes wird dem Leser Franziskas tollpatschige Art vorgestellt, in dem sie in das "Grab" fällt. Wer jetzt denkt, dass dies Folgen für sie mitbringt, sei es eine Standpauke oder so, wird allerdings enttäuscht. Mir schien es eher so, als ob die Polizisten das für völlig normal halten würden, wenn ein Zivilist den Tatort verunreinigt. Und ab dem Zeitpunkt stolpert und fällt Franziska durch die Geschichte. Und auch das Namenvergessen zieht sich durch das Buch, und wird schnell langweilig, wobei es doch lustig sein sollte. An den Ermittlungen wird weder Franziska noch der Leser beteiligt. In kurzen Gesprächen mit dem Kommissar erfährt man zwar den Standpunkt der Ermittlungen, aber sonderlich spannend ist dies nicht. Ihr Liebesleben wird auch eingeführt, aber das kam mir ziemlich unlogisch vor. Vor allem wie sie mit ihren Freund umgeht, und dass der sich das gefallen lässt, war mir unverständlich. Die Beziehung hätte man auch einfach streichen können.
Ich könnte noch ein paar Dinge am Verhalten der Personen aufzählen, welche für mich nicht nachvollziehbar waren, aber damit würde ich zu viel von der Story verraten. Deswegen lasse ich das.
Zusammengefasst kann man sagen, dass ich das Gefühl hatte, eine Rohfassung zu lesen, die noch um einige spannende Elemente ausgebaut werden müsste.


Bewertung




Autorin


Susanne Lieder wurde 1963 in Bad Oeynhausen geboren, ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne. Ihre ersten Veröffentlichungen waren Gute-Nacht-Geschichten, die sie sich für ihre Kinder ausgedacht hatte. Im September 2012 erschien ihr Krimi „Schuster und das Chaos im Kopf“(Schünemann-Verlag). Im Herbst 2014 erscheint ihr Frauenroman „Ostseewind & Sanddornküsse“ im Ullstein Verlag. Wenn sie nicht schreibt, spaziert, wandert oder läuft sie, entspannt beim Yoga oder tobt sich bei der Gartenarbeit aus. Sie interessiert sich für Archäologie und Geschichte, besonders die Englische und Schottische, und liebt Katzen, Shakespeare und selbstgestrickte Socken. (Quelle)

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