{rezension} Krampus


Autor: Brom
Verlag: Droemer-Knaur
Einband: Hardcover
Seiten: 520
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-426-65334-0

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Erster Satz


 "Sankt Nikolaus ... Der Geschmack deines Namens auf der Zunge ist mir zuwider."


Klappentext


Seit 500 Jahren geknechtet - nun ist die Zeit der Rache gekommen.
Einst war Krampus der gefeierte Herr des heidnischen Julfestes. Bis zu dem Tag, an dem er einem Komplott des Nikolaus zum Opfer fiel. Entmachtet und in eine dunkle Höhle in der neuen Welt verbannt, musste Krampus mit ansehen, wie der Nikolaus das Weihnachtsfest zum Jahreshöhepunkt im Dezember erhob. Doch seine Zeit der Gefangenschaft neigt sich dem Ende zu. Denn dem mittellosen Musiker Jesse ist zufällig der Schlüssel zu Krampus´ Freiheit in die Hände gefallen.

Meine Meinung


Das Buch ist mir dank seines Covers in die Hände gefallen und nach dem ich die ersten zwei Seiten gelesen hatte, wusste ich, dass ich das Buch unbedingt haben musste. Ich liebe es, wenn die ersten Sätze einen direkt in den Bann ziehen und das ist hier eindeutig der Fall. 
Wir lernen zu Beginn Jesse kennen, der ein mittelloser Musiker ist und in einem Wohnwagen haust.  Seine Frau Linda hat ihn verlassen und Jesse würde alles dafür tun, um sie und seine Tochter Abigail zurück zu bekommen. Problem: Linda ist mit dem Polizeichef Dillard zusammen, der, wie man im Laufe der Geschichte erfährt, keine gute Partie ist. Durch Zufall fällt Jesse der Sack des Nikolaus in die Hände, und ab diesem Zeitpunkt wird er gejagt. Zum einem von Nikolaus selbst und zum anderen von Krampus Dienern, den Belznickeln. Denn Krampus, Herr der Julzeit, ist der wahre Besitzer des Sackes und nur dieser kann ihn aus seinem Gefängnis befreien. Zu diesen zweien gesellen sich auch noch der "General", Chef des dortigen Drogenrings, und der Polizeichef Dillard, die beide unterschiedliche Motive haben, um Jesse den Tod zu wünschen.
Die Protagonisten haben alle ihre eigene Persönlichkeit und keiner stellt irgendeinen Stereotypen dar. Sind sind tiefgründig und auch die Nebenfiguren sind einzigartig. Krampus hat sich trotz seiner teils brutalen Art in mein Herz geschlichen und ich hab die komplette Zeit des Lesen gehofft, dass er den Nikolaus besiegt. 
Brom ist nicht nur Autor, sondern auch Illustrator und die Zeichnungen der Hauptfiguren sind nicht nur wunderschön, sondern haben mir auch geholfen ein besserer Bild von den Belznickeln zu erhalten. Leider hat Dillard gefehlt. Hätte es interessant gefunden, zu wissen, ob meine Vorstellung von ihm denen des Autors nahekommt.
Die Verknüpfung der nordischen Mythologie über Krampus und das Weihnachts-/Julfest ist sehr gut in die Geschichte eingebaut und hat bei mir das Interesse geweckt, selbst mehr über Krampus zu erfahren.
Ein Buch, welches ich jedem nur empfehlen kann, der Lust auf eine düstere Weihnachtsgeschichte hat.


Bewertung




Autor


Brom, Jahrgang 1965, wurde in Albany im amerikanischen Bundesstaat Georgia geboren. Da sein Vater Pilot bei der U.S. Army war, verbrachte Brom einen Teil seiner Jugend im Ausland, unter anderem in Japan und Deutschland, wo er zur Schule ging; aus dieser Zeit rührt auch seine Angewohnheit her, seinen Vornamen nicht zu benutzen. Bereits mit 21 arbeitete Brom als Illustrator für Firmen wie Coca-Cola und IBM. Später begann er, sich auf die visuelle Umsetzung von Rollenspielen wie „Dungeons & Dragons“ und anderer Fantasywelten zu konzentrieren; er schuf außerdem Sammelkarten für Spielsysteme wie „Magic: The Gathering“ und arbeitet für zahlreiche Verlage und Computerspielhersteller. Brom hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und lebt heute mit seiner Familie in Seattle.

 

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