{rezension} Death


Autor: Melvin Burgess
Verlag: Chicken House
Einband: Softcover
Seiten: 352
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-551-52061-6

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Erster Satz


 "Bei Jimmy drehte sich immer alles um die Fans."


Klappentext

  
Death ist Kult. Jeder spricht über die neue Droge. Wer sie nimmt, hat die beste Zeit seines Lebens. Den ultimativen Höhenflug. Den absoluten Kick. Es gibt keine Grenzen, alles ist möglich - eine Woche lang. Den achten Tag erlebt man nicht. Denn Death ist tödlich.
Soll Adam die kleine Pille schlucken? Sein Bruder ist tot, bei dem Mädchen in das er verliebt ist, hat er keine Chance und seine Zukunftsaussichten sind alles andere als rosig. Adam glaubt, dass er nichts zu verlieren hat. Und die beste Woche seines Lebens ist greifbar nah.


Meine Meinung


Dieser dystopischer Roman fängt sehr gut an. Die beiden Hauptpersonen Adam und Lizzie sind auf einem Konzert und jeder stellt sich die Frage, ob der beliebte Sänger die Droge genommen hat und stirbt. Ob ja oder nein, lasse ich jetzt mal offen. Die Zeloten, eine Untergrundorganisation, die gegen die Ungerechtigkeit im Land kämpft, verteilt nach dem Konzert die Droge und tausende Jugendliche schlucken diese und beginnen eine Revolte. Demonstrationen und Plünderungen sind an der Tagesordnung. Mitten in diesem ganzen Chaos stehen Adam und Lizzie. Adam, der aufgrund seiner sozialen Herkunft, keiner guten Zukunft entgegensieht und auch denkt, dass er keine Chance bei Lizzie hat, da diese aus einer wohlhabenden Familie stammt und dort alle gegen eine Beziehung sind,  schluckt in einer unüberlegten Situation die Droge. Und ab diesem Zeitpunkt gehen mir die beiden Protagonisten tierisch auf die Nerven. Adam, der nach kurzer Zeit realisiert, wie blöd er war, ist nur am rumjammern und versucht ein nicht existierendes Gegenmittel zu finden und Lizzie lässt sich auf den psychopathischen Sohn eines Gangsterbosses ein, der ihr erzählt ein Heilmittel zu besitzen. Keine gute Idee, wie schnell klar wird. Selbstzweifel und Hoffnungslosigkeit bei Adam sind zwar verständlich, aber ich konnte keine emotionale Bindung aufbauen und mich dementsprechend auch nicht wirklich in ihn hineinversetzen. Lizzie, die alles tut, um Adam zu helfen, schwankt zwischen mögen und verfluchen hin und her, und ob sie Adam jetzt liebt oder nicht, ist ihr nicht klar.  Von den zweien war mir Lizzie sympathischer, aber wirklich tiefgründig ausgearbeitet schien mir keiner der beiden. Ich fand eher, dass man über die zwei genauso viel erfährt wie über den psychopathischen Sohn des Gangsterbosses. Und meiner Meinung nach, sollte man über Protagonisten immer mehr wissen, als über deren Gegenspieler.

Die Idee der Story fand ich sehr gut, aber die Umsetzung konnte mich nicht wirklich überzeugen. Vielleicht bin ich auch einfach nur schon zu alt dafür. Lesealter ist ab 14 Jahren angegeben.



Bewertung



 

Autor


Melvin Burgess wurde in London geboren und ist in Surrey und Sussex aufgewachsen. Er hat als Journalist gearbeitet, bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Seine Jugendbücher wurden unter anderem mit dem Guardian Fiction Award und mit der Carnegie Medal ausgezeichnet. Burgess lebt in Hebden Bridge, in der Nähe von Manchester.


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