{rezension} Death


Autor: Melvin Burgess
Verlag: Chicken House
Einband: Softcover
Seiten: 352
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-551-52061-6

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Erster Satz


 "Bei Jimmy drehte sich immer alles um die Fans."


Klappentext

  
Death ist Kult. Jeder spricht über die neue Droge. Wer sie nimmt, hat die beste Zeit seines Lebens. Den ultimativen Höhenflug. Den absoluten Kick. Es gibt keine Grenzen, alles ist möglich - eine Woche lang. Den achten Tag erlebt man nicht. Denn Death ist tödlich.
Soll Adam die kleine Pille schlucken? Sein Bruder ist tot, bei dem Mädchen in das er verliebt ist, hat er keine Chance und seine Zukunftsaussichten sind alles andere als rosig. Adam glaubt, dass er nichts zu verlieren hat. Und die beste Woche seines Lebens ist greifbar nah.


Meine Meinung


{neuzugänge} Lesekatzen Adventskalender


Ich wollte schon die ganzen letzten Tage von dem Adventskalender von den Lesekatzen erzählen. Hinter jedem Türchen verstecken sich tolle Bücher, mal in Print, mal als Ebook und mitmachen ist ganz einfach. 

Ich hatte auch schon das Glück, dass das Los mich gezogen hat und gestern ist das Buch bei mir eingetroffen.
 

 


 Waldmeister von Susanne Lieder
Krimiautorin Franziska Stratmann ist hellauf begeistert, dass sie der Polizei bei ihrer Arbeit über die Schulter sehen darf. Weniger begeistert ist sie, als sie live dabei ist, wie eine skelettierte Hand und darunter ein halb verwester Leichnam gefunden werden. Franziska ist überzeugt, dass der Journalist Christian etwas damit zu tun hat. Und dann kommt sie dem Mörder sehr viel näher, als ihr bewusst und vor allem lieb ist.

Ich lese ja nicht viele Krimis, weil ich bisher immer das Pech hatte, dass wenn ich doch mal einen Krimi oder auch einen Thriller zu lesen begonnen habe, dass es mich überhaupt nicht fesseln konnte. Aber bei diesem Buch hat mich der Klappentext dann doch angesprochen und die knapp 260 Seiten sind dann für einen, der dieses Genre sonst nicht liest, eine gute Seitenanzahl. Ich bin jedenfalls gespannt und sehr froh, dass die Lesekatzen einen so tollen Adventskalender auf die Beine gestellt haben. Danke dafür! 
 
 

{rezension} Krampus


Autor: Brom
Verlag: Droemer-Knaur
Einband: Hardcover
Seiten: 520
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-426-65334-0

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Erster Satz


 "Sankt Nikolaus ... Der Geschmack deines Namens auf der Zunge ist mir zuwider."


Klappentext


Seit 500 Jahren geknechtet - nun ist die Zeit der Rache gekommen.
Einst war Krampus der gefeierte Herr des heidnischen Julfestes. Bis zu dem Tag, an dem er einem Komplott des Nikolaus zum Opfer fiel. Entmachtet und in eine dunkle Höhle in der neuen Welt verbannt, musste Krampus mit ansehen, wie der Nikolaus das Weihnachtsfest zum Jahreshöhepunkt im Dezember erhob. Doch seine Zeit der Gefangenschaft neigt sich dem Ende zu. Denn dem mittellosen Musiker Jesse ist zufällig der Schlüssel zu Krampus´ Freiheit in die Hände gefallen.

Meine Meinung


Das Buch ist mir dank seines Covers in die Hände gefallen und nach dem ich die ersten zwei Seiten gelesen hatte, wusste ich, dass ich das Buch unbedingt haben musste. Ich liebe es, wenn die ersten Sätze einen direkt in den Bann ziehen und das ist hier eindeutig der Fall. 
Wir lernen zu Beginn Jesse kennen, der ein mittelloser Musiker ist und in einem Wohnwagen haust.  Seine Frau Linda hat ihn verlassen und Jesse würde alles dafür tun, um sie und seine Tochter Abigail zurück zu bekommen. Problem: Linda ist mit dem Polizeichef Dillard zusammen, der, wie man im Laufe der Geschichte erfährt, keine gute Partie ist. Durch Zufall fällt Jesse der Sack des Nikolaus in die Hände, und ab diesem Zeitpunkt wird er gejagt. Zum einem von Nikolaus selbst und zum anderen von Krampus Dienern, den Belznickeln. Denn Krampus, Herr der Julzeit, ist der wahre Besitzer des Sackes und nur dieser kann ihn aus seinem Gefängnis befreien. Zu diesen zweien gesellen sich auch noch der "General", Chef des dortigen Drogenrings, und der Polizeichef Dillard, die beide unterschiedliche Motive haben, um Jesse den Tod zu wünschen.

{rezension} Schantall, tu ma die Omma winken!


Autor: Kai Twilfer
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
Einband: Taschenbuch
Seiten: 208
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86265-219-8

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Erster Satz


"Es ist etwa ein Jahr her, dass sich mein Leben nicht nur plötzlich, sondern auf einschneidende Art und Weise verändert hat."


Klappentext


Unfreiwillig von der beschaulichen Kulturbehörde einer Kleinstadt in den Sozialdienst versetzt, wird der Sozialarbeiter Jochen mit der Unterschichtfamilie Pröllmann und deren Chaos-Tochter Schantall konfrontiert. Sein bizarrer Arbeitsalltag dreht sich ab sofort um Rückentattoos, Essen vom Fußboden und Hochzeitsfeiern im Saunaclub. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit in der Welt der Tuningschlitten und Glitzerhandys fängt er jedoch an, die Pröllmanns in sein Herz zu schließen. Schonungslos und höchst unterhaltsam berichtet Jochen von seinen Erlebnissen und skizziert den kuriosen Alltag einer bildungsfernen deutschen Familie. Während sein ambitionierter  Plan, Niveau in die Welt der Unterschicht zu bekommen, zum Scheitern verurteilt scheint, stellt sich ihm aus der Nähe betrachtet die Frage, ob nicht ein bisschen Schantall in jedem von uns steckt. Mit spitzer Feder schreibt Kai Twilfer über den unerschrockenen Sozialarbeiter Jochen und die schockierende Bildungs- und Niveauarmut in Deutschland.


Meine Meinung


Definition Satire laut Duden:  
"Kunstgattung (Literatur, Karikatur, Film), die durch Übertreibung, Ironie und [beißenden] Spott an Personen, Ereignissen Kritik übt, sie der Lächerlichkeit preisgibt, Zustände anprangert, mit scharfem Witz geißelt"
Diese Definition sollte man im Hinterkopf haben, wenn man sich entschließen sollte, dieses Buch zu lesen. Zu Beginn stellt sich dem Leser der Sozialarbeiter Jochen vor, der aufgrund eines Berufstausches á la Frauentausch bei RTL2 in den Beruf des Sozialarbeiters rutscht. Für mich eine vollkommene unlogische Erklärung, die ich, auch mit dem Wissen, dass dies ein satirischer Text ist, nicht nachvollziehen kann. In den nachfolgenden 10 Kapiteln erzählt uns Jochen Alltagsgeschichten aus dem Leben Schantalls, bei dem man sich jedes Mal fragt, wieso Jochen so gut darüber Bescheid weiß. Sicherlich flog er Schantall nicht in den Lloret de Mar Urlaub nach oder zog mit ihr durch die Discos des Ortes. Auch wenn ein bis zwei Mal erwähnt wurde, dass es ihm alles erzahlt wurde, stellt sich die Frage, warum Schantall einige Dinge überhaupt erzählen sollte. Wenn man aus der wertenden Sicht eines Protagonisten schreibt, dann sollte man dies auch so tun, dass es für den Leser logisch ist, warum der Erzähler weiß, was er weiß. Meiner Meinung nach, hätte der Autor den Sozialarbeiter Jochen auch komplett streichen können. Die wertende Beschreibung des Geschehens hätte auch ein allwissender Erzähler übernehmen können.
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